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Schiersteiner Brücke Hoffen auf Alternativen

Seit knapp einer Woche ist die Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden zu. Eine andere Rheinquerung soll Autofahrer entlasten, die Bahnen erweitern ihr Angebot.

15.02.2015 14:19
Die Fahrbahn der gesperrten Schiersteiner Brücke hatte sich zwischen Wiesbaden und Mainz abgesenkt (Bildmitte). Foto: dpa

Nach der Vollsperrung der Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz können Autofahrer auf Entspannung hoffen. Zu Beginn der neuen Woche könnte ein Teilstück der Autobahn A 60 in Mainz-Mombach beidseitig für den Verkehr freigegeben werden. Derzeit würden Markierungen aufgetragen und Leitplanken montiert, sagte ein Sprecher der Straßenbehörde Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz am Sonntag. Damit wäre eine Rheinquerung zwischen den Städten für den Autoverkehr wieder möglich. Auf einen genauen Termin für die Öffnung wollte der Sprecher sich nicht festlegen.

Die Polizei rechnet mit einem ruhigen Wochenbeginn. Weil wegen des Rosenmontagszugs in Mainz Behörden und Firmen geschlossen hätten, gebe es kaum Berufspendler. Zum Umzug werden rund gut eine halbe Million Besucher erwartet. «Die kommen aber mehr mit Bus und Bahn», sagte ein Polizeisprecher.

Schon am Wochenende erweiterten die sowohl die Privatbahn Vlexx als auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ihre Kapazitäten. Außerdem können Reisende mit RMV-Ticket seit Samstag ohne Aufpreis Fernzüge zwischen Mainz und Wiesbaden nutzen. Das gelte bis Ende Februar, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag. Eingeschlossen seien ICE und Intercity-Züge.

Bis Aschermittwoch soll nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität ein erstes Konzept zur Stabilisierung der Schiersteiner Brücke vorliegen. Die wichtigste Straßenverbindung zwischen den beiden Landeshauptstädten war vor knapp einer Woche über Nacht gesperrt worden, nachdem Risse im Beton entdeckt worden waren. Wegen eines durchgebrochenen Lagers hängt die Brücke schief. Von dem Konzept erwartet die Behörde Aufschluss über den Umfang der Brückenschäden und Vorschläge, wie das zweite Lager gestützt werden kann. (dpa/lrs)

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