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Sanofi-Aventis im Industriepark Höchst Umweltfreundlich und gesund zur Arbeit

Der ADFC lädt Firmenbeschäftigte zu einer Erkundungsradtour vom Wohnort in ihren Betrieb ein. Mitarbeiter von Sanofi-Aventis machen den Test und radeln von Kelkheim nach Höchst in den Industriepark.

Radtour
Am Bahnhof in Kelkheim treffen sich Mitarbeiter von Sanofi-Aventis, um zum Industriepark Höchst zu radeln. Foto: Michael Schick

Es ist kühl um 7.30 Uhr am Bahnhof in Kelkheim. Lothar Hornung, Chemietechniker bei Sanofi-Aventis, trifft sich mit seinen Kollegen. Gemeinsam fahren die zehn Männer und Frauen zum ersten Mal mit dem Rad zur Arbeit – eine rund acht Kilometer lange Strecke zum Industriepark Höchst. Sie sind dem Wetter entsprechend gekleidet.

„Das Radfahren macht Spaß, ist gut für die Gesundheit und es bringt etwas für die Umwelt“, sagt Lothar Hornung - und tritt in die Pedale.

Die Tour hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club organisiert. Der ADFC will zusammen mit dem Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main, dem House of Logistics and Mobility (Holm) sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund mehr Pendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen.

Dafür gibt es das neue Tourenprogramm „Bike and Business 2030“: Dabei nimmt der ADFC Mitarbeiter von Unternehmen auf eine kostenfreie geführte Radtour vom Wohnort bis zum Arbeitsplatz mit.

Ansprechen soll das Programm die bis zu 140 000 Pendler im Rhein-Main-Gebiet, die nur fünf bis 15 Kilometer entfernt von ihrem Arbeitsplatz in Frankfurt wohnen. Diese 140 000 Pendler seien ein Drittel der Menschen, die jeden Tag nach Frankfurt ein- oder auspendelten – die meisten davon mit dem Auto. Wenn mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umstiegen, ließen sich die Menge der Luftschadstoffe verringern und Staus vermeiden, lautet die Raison. Das Tourenprogramm, das am Dienstag gestartet ist, ist damit ein Kontrapunkt zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt (14. bis 24. September). Diese wird wieder viele Autos nach Frankfurt bringen, die die Straßen verstopfen.

Der Fahrradtross radelt am Dienstagmorgen im gemütlichen Tempo bis zum Industriepark. Einige Teilnehmer fahren auf eigenen Rädern. Weitere Räder hat der Fahrradverleiher Nextbike mitgebracht – heute kostet die Ausleihe nichts. Vier Pedelecs von Nextbike waren schnell vergriffen.

Norbert Sanden, der Geschäftsführer des ADFC in Hessen, führt die Tour an. „In vielen Fällen kommt man gut zur Arbeit“, sagt er. Es mangele aber daran, dass viele Pendler nicht wüssten, wie genau sie mit dem Rad zur Arbeit fahren sollten. Hier setze der ADFC an und gehe auf die Unternehmen zu: Die Mitarbeiter sollten selbst erfahren, wie sie mit dem Rad zur Arbeit kommen könnten. Die neuen Touren ergänzten die Beratung in Sachen Fahrradinfrastruktur, die „Bike and Business“ den Unternehmen bislang anbiete, sagt er. Nach einer Dreiviertelstunde kommt die Gruppe im Industriepark an.

Kelkheims Bürgermeister Albrecht Kündiger (Wählerinitiative UKW) sagt: Wer aufs Rad umsteige, trage dazu bei, die Verkehrsprobleme zu reduzieren. „Wir wollen den Umstieg erlebbar machen“, sagt Birgit Simon (Grüne), die Erste Beigeordnete des Regionalverbands. Mit dem Programm könnten die Unternehmen „etwas für die Radmobilität und ihren Standort tun“. Nach der ersten Tour sollen weitere folgen. Die Lufthansa und die Messe Frankfurt, die gerade den „Bike-and-Business-Preis“ als fahrradfreundlichstes Unternehmen gewonnen hat, machen dabei mit.

Lothar Hornung ist nach der Fahrt zufrieden: „Es ist unkompliziert, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.“ Die Zukunft liege im umweltfreundlichen Verkehr, glaubt er.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Radfahren in Frankfurt und Rhein-Main

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