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S-Bahn-Verkehr S-Bahn-Linie S2 sorgt für Ärger

Wegen Bauarbeiten muss der Fahrplan der S-Bahnlinie S2 zwischen Frankfurt und Niedernhausen geändert werden. Das verärgert die Fahrgäste.

RMV
Ein Fahrzeug des RMV (Symbolfoto). Foto: Andreas Arnold

FR-Leser Axel N. ist genervt. Die Züge der S-Bahn-Linie 2 seien generell unpünktlich, klagt der Hofheimer. Nunmehr herrsche an den Wochenenden aber komplettes Chaos. Verbindungen zwischen dem Hofheimer Stadtteil Lorsbach und der Kreisstadt würden teilweise überhaupt nicht mehr bedient. Auch nicht durch Schienenersatzverkehr. Fahrgäste, die von Lorsbach nach Frankfurt wollten, werde am Fahrkartenautomaten gar der Umweg über Niedernhausen und Wiesbaden nach Höchst empfohlen. „Das bedeutet nicht nur Mehrkosten für die Fahrkarte, sondern auch eine unzumutbar lange Fahrzeit von zwei Stunden.“ 

Beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) weiß man um die Problematik. Die Fahrplanänderung auf der S-Bahn-Linie 2 in den Taunus sei die Folge von Bauarbeiten, die die Deutsche Bahn als Eigentümerin der Infrastruktur an Signalanlagen durchführe, teilte RMV-Pressesprecher Sven Hirschler auf Anfrage mit. Die Arbeiten sollen bis Juni dauern. 

Laut Hirschler verkehren die S-Bahnen auf der Linie S  2 an den kommenden Wochenenden zwischen Frankfurt-Hauptbahnhof und Eppstein im Halbstundentakt und zwischen Eppstein und Niedernhausen im 60-Minuten-Takt. Allerdings nicht zu den üblichen Zeiten. Die geänderten Abfahrzeiten seien auf der Verbindungsauskunft auf rmv.de eingearbeitet. 

Haltestellen fallen aus

Dort erfährt man auch, dass die Züge nicht in Frankfurt-Griesheim und Frankfurt-Nied halten. Und dass es bei den Zügen der Linien RE20 und RB22, die ebenfalls auf der S-Bahn-Strecke von Frankfurt nach Limburg fahren, zu Verspätungen kommen kann. Einzelne dieser Züge halten außerdem anders als im regulären Fahrplan nun auch in Eppstein, Bremthal und Niederjosbach.

Die geänderten Fahrzeiten gelten von freitags 23.30 Uhr bis montags 5.45 Uhr. Auf der sicheren Seite ist man als Fahrgast, wenn man auf rmv.de Abfahrt- und Zielort exakt eingibt sowie die Uhrzeit, zu der man fahren möchte. Der Verbindungsplaner nennt dann die geänderte Abfahrtzeit der Züge und teilt auch mit, wenn Haltestellen nicht angefahren werden. Auf den Bahnsteigen weisen laut Hirschler außerdem digitale Anzeigen auf die geänderten Fahrpläne hin. 

Für einen Schienenersatzverkehr durch Busse sieht man beim RMV angesichts von zwei S-Bahn-Fahrten pro Stunde in jede Richtung keinen Bedarf. Busse bräuchten deutlich länger für die Fahrt als S-Bahnen, sagt Sven Hirschler. „Sie fahren nicht wie ein Privat-Pkw auf dem schnellsten Weg, sondern bedienen die Bahnhöfe in den Stadtteilen und in den Kommunen.“ Ein Busersatzverkehr mit längeren Fahrzeiten sei daher nur eine Alternative, wenn wegen Bauarbeiten überhaupt keine Zugfahrten möglich sind.

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