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S-Bahn-Tunnelsperrung in Frankfurt Helfer während der Tunnelsperrung

Beim RMV gibt es Service-Mitarbeiter, die Fahrgästen helfen, die nicht weiter wissen. Während der S-Bahn-Tunnelsperrung in Frankfurt werden sie jede Menge zu tun haben.

Thomas T. ist Mitarbeiter der RMV-Tochter RMS (Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft).

Am Montagmorgen, wenn der S-Bahn-Tunnel in Frankfurt gesperrt ist, wenn viele Fahrgäste aus der Bahn aussteigen und nicht weiterwissen, steht Thomas T. bereit. Der Reisendenlenker der Rhein-Main-Verkehrsverbund- Servicegesellschaft (RMS) ist dafür da, alle Fragen zur Mobilität zu beantworten: „Wo fährt mein Zug jetzt ab, wie komme ich zum Flughafen?“ – darauf sei er vorbereitet.

„Wenn ich sehe, dass jemand ein Fragezeichen im Kopf hat, spreche ich ihn direkt an“, sagt er. Seine Schicht beginnt um sechs Uhr früh; bis 21 Uhr sind seine Kollegen aus der zweiten Schicht im Einsatz.

Insgesamt 17 Zweier-Teams stehen an acht Stationen bereit, am Hauptbahnhof, Südbahnhof, Konstablerwache, Hauptwache, Mühlberg und Rödelheim. In Offenbach sind sie an den Stationen Ostbahnhof und Hauptbahnhof unterwegs, um zu helfen.

Am Frankfurter Hauptbahnhof, wo in der Regel 450.000 Menschen am Tag ein- und aussteigen, stehen die Reisendenlenker an der Rolltreppe zur S-Bahn, in der Zwischenebene zur S-Bahn sowie an den S-Bahnsteigen. 

Bereits bei der Tunnelsperrung 2016 dabei 

Seit zwei Jahren arbeitet Thomas T. für die RMS. Bei der Tunnelsperrung 2016 war er als Reisendenlenker mit dabei. „Am Anfang ist man der Blitzableiter“, sagt er. Manche Pendler reagierten genervt, weil sie umsteigen müssten und dabei Zeit verlören.

Thomas T. ist für solche schwierigen Situationen geschult. In den ersten drei Monaten seiner Tätigkeit hat er Seminare belegt, zur Kommunikation und Deeskalation. Bei der RMS ist er als Fahrausweisprüfer eingestellt, das heißt, er kontrolliert normalerweise die Fahrscheine der Reisenden. Dabei muss er sich auch den einen oder anderen Spruch anhören. „Konfliktbewältigung gehörte zu meiner Ausbildung dazu“, sagt er. Die meisten Fahrgäste reagierten aber durchaus freundlich auf die Reisendenlenker; sie seien froh, dass ihnen geholfen werde.

Um den Fahrgästen den Weg zu weisen, haben RMV und Deutsche Bahn 60 Fußstapfen-Poster auf den Boden von Stationen geklebt. Denen sollen die Fahrgäste folgen.

700 Ankündigungsplakate an Stationen und in Bahnen weisen auf die Tunnelsperrung hin, zusätzlich gibt es Durchsagen und Texte auf den Informationstafeln. In den Zügen verteilen Promoter außerdem rund 80 000 Memokarten, damit niemand die Tunnelsperrung vergisst.

Weil viele Touristen die Mainmetropole besuchten, seien die Reisendenlenker darauf vorbereitet, auf Englisch den schnellsten Weg von A nach B weisen zu können.

Als Reisendenlenker setze der RMS nicht nur die Fahrkartenkontrolleure ein, sondern auch Studenten, Hausfrauen oder Renter, die nur für die Zeit der Tunnelsperrung im Einsatz seien, um die vorhandenen Mitarbeiter zu unterstützen.

Das Feedback, das die Reisendenlenker von den Fahrgästen erhalten, protokollieren sie, „wenn denn Zeit ist“, sagt Thomas T. Es werde ausgewertet, um zu erfassen, an welchen Stellen die Bahn und der RMV die Kundeninformation weiter verbessern könnten.

Am Mittwoch, wenn während des Warnstreiks keine U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt fahren, kommt auf die Reisendenlenker besonders viel Arbeit zu. „Wir werden nochmal gebrieft, welche Auskünfte wir erteilen sollen“, sagt er.

Am häufigsten sei er bei der letzen Tunnelsperrung gefragt worden, wie man vom Hauptbahnhof zum Flughafen kommen soll. „Sie laufen am besten zu den Fernzügen, dort zu den Gleisen 19 bis 21, da fahren sie mit der S8 und S9 in Richtung Wiesbaden zum Flughafen ab.“

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