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RTW Frankfurt Fragen stellen zur Regionaltangente

Bevor die Regionaltangente im Frankfurter Westen in die Planfeststellung geht, werden die Bürger nach ihrer Meinung gefragt.

Ist beim Bau der Regionaltangente West (RTW) ein Parkplatz neben der geplanten U-6-Endhaltestelle im Gewerbegebiet Praunheim vorgesehen? Wieso wird die RTW nicht zum Nordwestzentrum verlängert? Das fragen Bürger auf der Internetseite der RTW-Planungsgesellschaft (www.rtw-hessen.de). Seit Anfang der Woche können sie dort ihre Ansichten zum bedeutendsten Schienenprojekt im Rhein-Main-Gebiet loswerden. Die Verantwortlichen wollen, dass die Öffentlichkeit sich früh mit dem Bau auseinandersetzt, damit sich die Planfeststellung nicht in die Länge zieht.

Die Regionaltangente: Auf 44 Kilometern soll sie Frankfurt im Westen umfahren. Die westlichen Stadtteile sowie umliegende Gemeinden, Städte, Kreise sollen schneller an das Gewerbegebiet Eschborn, den Industriepark Höchst und den Frankfurter Flughafen angebunden werden. Das sternförmig auf den Frankfurter Hauptbahnhof ausgerichtete Schienennetz wird entlastet. Das soll auch die Situation im S-Bahn-Verkehr entspannen.

Gebaut werden soll in drei Abschnitten: Nord, Mitte, Süd. Für den Abschnitt Nord – zwischen Bad Homburg beziehungsweise Praunheim und Eschborn – läuft seit Wochenbeginn die „frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“. Bürger können ihre Fragen und Vorschläge auch im Rathaus Oberursel weiterreichen. Dort liegen Vordrucke aus, die in einen dafür eingerichteten Briefkasten geworfen werden können. Am Montag, 27. März, beginnt um 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Stadthalle Oberursel. Dort soll es auch Antworten auf die eingangs genannten Fragen geben. Die Planfeststellung für den Abschnitt Nord soll in der zweiten Jahreshälfte beginnen.

Im Dezember 2022 sollen die ersten Bahnen rollen, ist dem 38-seitigen „Erläuterungsbericht“ zu entnehmen, der auf der RTW-Internetseite veröffentlicht wurde, und allerhand Fakten bereithält: dass die neuen Bahnen 100 Meter lang sein werden und 750 Personen darin Platz finden. Dass insgesamt elf Haltestellen neu entstehen. Dass ein Trafo auf dem Dach der Züge den Spannungsunterschied der Oberleitungen von S-Bahnen (15000 Volt) und U-Bahnen (750 Volt) ausgleicht. Die Zweisystemfahrzeuge sollen nämlich auf Gleisen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und der Deutschen Bahn fahren können.

Allein im Abschnitt Nord, der etwa ein Drittel der Strecke umfasst, werden sieben Brücken neu gebaut. Die Haltestellen Gewerbegebiet Praunheim, Eschborn-Ost, Eschborn-Süd und Carl-Sonnenschein-Siedlung/Düsseldorfer Straße entstehen neu. Neu verlegt werden auch Gleise zwischen Praunheim und Eschborn. Zur geplanten Station im Gewerbegebiet Praunheim wird die U-Bahn-Linie U6 verlängert.

Die Gesamtkosten werden auf 376,2 Millionen Euro geschätzt. Gefördert wird das Projekt unter anderem von der EU.

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