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RMV S-Bahnen fahren auch nachts

Gute Nachricht für Pendler: Mit Beginn der Schule endet die Sperrung des S-Bahn-Tunnels in Frankfurt. Außerdem werden S-Bahnen an Wochenenden auch nachts fahren.

Bauarbeiten im S-Bahn-Tunnel bald beendet
Die Sperrung des Tunnels soll am Montag aufgehoben werden. Foto: dpa

Der Countdown läuft: Montag früh endet die letzte Sperrung des Frankfurter S-Bahn-Tunnels. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan, versichert Bahnsprecher Thomas Bischoff. Um das neue Stellwerk mit anderen Stellwerken um den Bahnhof abzustimmen, werde jetzt die neue Software aufgespielt und die neue Signaltechnik getestet. Ob im Alltag dann tatsächlich alles funktioniert, wird der Montag zeigen, wenn die Schulferien vorbei sind und die Fahrgastzahlen nach oben schnellen. „Jede Technik hat Kinderkrankheiten“, meint Bischoff. Alle denkbaren Probleme seien aber beherrschbar. 

Das Tunnel-Projekt ist damit beendet. Auch die Main-Weser-Strecke soll nächste Woche wieder normal befahrbar sein. Dort gehen die Arbeiten allerdings auf Jahre weiter. 

Am Freitag, 10. August, ist dann die Premiere für den S-Bahn-Nachtverkehr. In den Nächten auf Samstag und auf Sonntag gibt es künftig auf den meisten Linien einen Ein-Stunden-Takt für Menschen, die am Wochenende gerne etwas später unterwegs sind. Das gilt nicht für die S9 und die S7, für die es alternative Regionalzugverbindungen gibt. Für die S6 sei eine abgespeckte Lösung gefunden, sagte Maximilian Meyer vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) der Frankfurter Rundschau. Die S-Bahn verkehrt zwischen Friedberg und Bad Vilbel. Dort gibt es einen Anschluss an den Nachtbus nach Frankfurt.

Während die Bahn das Kapitel S-Bahn-Tunnel Frankfurt nach drei Jahren am Montag schließen will, geht es dort erst richtig los. Der vierspurige Ausbau der Main-Weser-Strecke kommt jetzt richtig in Fahrt. Das bekamen die Reisenden zu spüren. Sechs Wochen war auf einem Abschnitt lediglich ein Gleis benutzbar. Die S6 verkehrte nur im Halbstunden-Takt, hielt nicht an Messe und Galluswarte. Die Regionalzüge Richtung Mittelhessen wurden zum Großteil via Hanau umgeleitet, was längere Fahrzeiten bedeutete. Die anderen waren trotz Maximallänge gerammelt voll.

Der Baustellenfahrplan bewies sich als unzuverlässig. Das bestätigt RMV-Sprecher Meyer. „Die anspruchsvolle infrastrukturelle Rahmenbedingung führte zu Verspätungen, da die Bahnen zusätzlich zu den regulär dort fahrenden Zügen verkehrten.“ Zu nennenswerten Ausfällen sei es nicht gekommen. Wohl aber zu beengten Verhältnissen in den Waggons. Die Bahn habe nicht die vom RMV bestellten Platzkapazitäten geliefert, sagt Meyer. „Hier erwarten wir von der Betreiberin, DB Regio AG, bei künftigen Bauarbeiten Besserung.“

Unzufrieden ist der RMV auch mit der Fahrgastinformation der Deutschen Bahn während der Bauarbeiten. Wünschenswert seien Texthinweise auf den einzeiligen Tafeln. Auch die Datenlieferung für das digitale Auskunftssystem müsse besser werden. Nach Ende der Bauarbeiten wollen sich alle zusammensetzen, die eigenen Beobachtungen und die der Fahrgäste auswerten und prüfen, sagt Meyer. Die Erfahrungen könnten in mögliche Verbesserungen und Veränderungen fließen für die weiteren Bauabschnitte

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Derer wird es noch einige geben. Erst im Dezember 2022 soll das separate S-Bahn-Gleis bis nach Bad Vilbel fertig sein, 2028 dann auch die Verlängerung nach Friedberg. 
Gebaut wird möglichst nachts, an Wochenenden oder zu verkehrsarmen Zeiten wie jetzt in den hessischen Sommerferien. Reisende sollten auf alles vorbereitet sein: Auch mit Totalsperrung mit Busersatz ist zu rechnen.

Auf genaue Termine will sich die Deutsche Bahn nicht festlegen. Sie empfiehlt sicherheitshalber stets den Blick in die Online-Auskunft auf www.bahn.de bei der Bahn oder www.rmv.de für den RMV.
 

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