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Riederwaldtunnel Hoffen auf mehr Schutz der Anwohner

Die Ankündigung, dass sich der Bau des Riederwald-Tunnels verzögert, löst unterschiedliche Reaktionen aus. Die FDP im Landtag spricht von einem "Stoß vor den Kopf" für die Pendler. Ganz anders schätzt der SPD-Ortsverein Riederwald die Lage ein.

An der Autobahn 661 baut Hessen Mobil derzeit das neue Dreieck Riederwald. Foto: Christoph Boeckheler

Nach der Ankündigung des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir (Grüne), dass sich der Baustart für den Riederwaldtunnel aus rechtlichen Gründen um zwei Jahre auf 2018 verschiebe, fordert der SPD-Ortsverein Riederwald, das Land müsse die Arbeiten am Dreieck Erlenbruch der A661 „sofort einstellen“. Die Stadt müsse die Umweltzone ausweiten, Schadstoffe messen und die Einhausung einfordern, sagte Inge Wendel.

Der Riederwaldtunnel ist als Lückenschluss zwischen den Autobahnen 66 und 661 im Frankfurter Osten geplant. Anders als der Ortsverein sagt der SPD-Fraktionschef Klaus Oesterling: „Wir sind für den Riederwaldtunnel.“ Allerdings glaube er nicht, dass „rechtliche Gründe“ den Ausschlag für die Verzögerung gegeben hätten, sondern Geldmangel. Der Tunnel soll 2025 fertig sein und 320 Millionen Euro kosten.

„Wir müssen ein Projekt bauen, das wir nicht wollten“, sagte Wolfgang Siefert, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Römer. Die Planänderungsverfahren, denen aktuelle Einwohnerzahlen in Frankfurt zugrunde liegen sollen, könnten für mehr Schutz vor Lärm und Abgas sorgen. Helmut Heuser, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, bedauerte, dass sich der Baubeginn verschiebt. „Der Riederwaldtunnel ist das drängendste Straßenverkehrsprojekt in Frankfurt.“ Die FDP im Landtag nannte die Verzögerung einen „Stoß vor den Kopf“ für die Pendler.

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