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Radentscheid in Frankfurt Lob für das Bürgervotum

Die Fraktionen in Frankfurt begrüßen die hohe Beteiligung der Bürger beim Radentscheid. Die SPD bezweifelt, dass es möglich sei, in der Innenstadt bis zu 2,30 Meter breite Fahrradtrassen zu errichten.

Verkehr
Radler in Frankfurt können auf eine Verkehrswende hoffen. Foto: Peter Jülich

Einhellig haben die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und Linken im Römer die hohe Beteiligung der Bürger beim Radentscheid Frankfurt gelobt. Mehr als 34.000 Unterschriften waren beim Bürgerbegehren zusammengekommen.

Bei den Grünen stießen die Forderungen des Radentscheids auf offene Türen, sagte Angela Hanisch (Grüne). Die Bürger wünschten sich eine gerechtere Aufteilung des vorhandenen Straßenraumes zugunsten des Radverkehrs. Sie gehe davon aus, dass der Radentscheid zu mehr und besseren Radwegen führen werde. „Wir werden uns aktiv für die Forderungen des Radentscheids gegenüber unseren Koalitionspartner einsetzen“, sagte sie. Die Grünen regieren in Frankfurt gemeinsam mit CDU und SPD.

Er freue sich, wenn die Menschen sich für einen umweltfreundlichen Verkehr engagierten, sagte Eugen Emmerling (SPD). Alles, was den Radverkehr fördere, sei zu begrüßen. Allerdings bezweifelte Emmerling, dass es möglich sei, in der Innenstadt bis zu 2,30 Meter breite Fahrradtrassen zu errichten, wie es der Radentscheid vorschlage. Dafür seien viele Straßen nicht breit genug.

Die CDU betonte den hohen Stellenwert des Radverkehrs „als Teil eines urbanen Verkehrssystems“. Die Verkehrspolitiker Martin Daum und Frank Nagel (beide CDU) sagten, dass sich die Sicherheit von Kinder und älteren Menschen im Radverkehr erhöhen müsse. Wichtig sei für die CDU, dass die Kosten für den Ausbau der Rad-Infrastruktur vom Haushalt gedeckt werden müsse. Auch wolle die CDU beim Ausbau des Radverkehrs Rücksicht nehmen auf den fließenden Straßenverkehr, den Wirtschaftsverkehr und den Nahverkehr.

Aus der Opposition meldete sich Martin Kliehm (Linke) zur Wort: Die hohe Beteiligung der Bürger zeige, dass es ein großes Interesse am Radverkehr gebe. Die „Wende zur fahrradfreundlichen und menschengerechten Stadt“ sei überfällig.

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