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„Park(ing) Day“ in Darmstadt Teppiche, Stühle und Pflanzen statt Autos

Mehrere Parkplätze an der Grafenstraße in Darmstadt sind im Rahmen des internationalen Aktionstags „Park(ing) Day“ kurzzeitig umgestaltet worden.

Park(ing) Day
Einige Parkplätze entlang der Darmstädter Grafenstraße wurden am Freitag umfunktioniert. Foto: Michael Schick

In Darmstadt ist bereits der Freitag zum „Park(ing) Day“ erklärt worden. Mehrere Parkplätze entlang der Grafenstraße mitten in der Innenstadt wurden am Nachmittag von passionierten Radaktivisten und Studierenden zu kleinen Aufenthalts- und Verweilzonen umgestaltet. Die Abstellflächen wurden mit provisorisch zusammengezimmerten Holzpaletten abgesperrt und auf dem Asphalt rote und grüne Teppichbahnen verlegt. Auf die fast schon wohnlich wirkenden Zonen stellten die Aktivisten Holzstühle, Grünpflanzen und einen Kickertisch. Auch kleine Töpfe mit Basilikum, Petersilie und Schnittlauch wurden zu Dekorationszwecken an den Holzpaletten angebracht.

Organisiert wurde die Aktion vom Kreisverband Darmstadt-Dieburg des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Darmstadt-Dieburg, der Hochschulgruppe Nachhaltigkeit und einer Gruppe von Architekturstudierenden der Hochschule Darmstadt. Die Studierenden nutzen an diesem Wochenende zudem das ehemalige Büro eines Immobilienunternehmens für eine Ausstellung über eine nachhaltige Entwicklung des Stadtquartiers Mollerstadt, in dem sich auch die Grafenstraße befindet.

Wie Stephan Voeth, der stellvertretende Kreisvorsitzende des VCD einem kritisch eingestellten Hauseigentümer sagte, habe das städtische Ordnungsamt die Aktion als „Versammlung“ genehmigt. Das Blockieren der Parkplätze durch die Radaktivisten und die Studierenden bezeichnete der Immobilienbesitzer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen wollte, als „absurd“ und „geschäftsschädigend“. Einer seiner Mieter war da jedoch ganz anderer Auffassung. Andreas Klement, der vor drei Wochen seinen Burger- und Steakladen „David & Goliath“ eröffnet hat, sagte, er unterstütze die Aktion. Ziel müsse es sein, „die Straße attraktiver zu gestalten und bessere Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen“.

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