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Ortsbeirat 11 Angst vor mehr Verkehr

Der Ortsbeirat 11 diskutiert über die geplante Verlängerung der Heinkel-Straße bis zur Wächtersbacher Straße.

Dass die Ernst-Heinkel-Straße bis zur Wächtersbacher Straße erweitert werden soll, haben Mitglieder des Ortsbeirats 11 in der Sitzung am Montagabend kritisiert. Bislang endet die Trasse an der Hanauer Landstraße. Wenn die nordmainische S-Bahn kommt, sollen Autofahrer dank einer Unterführung über die Orber weiter bis zur Wächtersbacher Straße fahren können.

Bislang führt der Weg für Autofahrer, Radler und Fußgänger über den beschrankten Bahnübergang auf der Cassellastraße. Dort staut sich täglich der Verkehr. Wenn zwischen Cassella- und Ernst-Heinkel-Straße die neue Haltestelle entsteht, sollen Autos deshalb auf der verlängerten Heinkel-Straße fahren, Passanten und Radler die Gleise an der Cassellastraße voraussichtlich über eine Brücke queren.

Die Erweiterung der Ernst-Heinkel-Straße bis zur Wächtersbacher Straße ist umkämpft. „Wir bauen eine neue Straße, die keiner will“, sagte SPD-Fraktionschef Stephan Zilcher. Er sprach sich dafür aus, die Orber Straße zu sanieren. Der Linken-Fraktionschef Stefan Klee sprang ihm bei. Es sei „Irrsinn, eine Straße durchzubrechen“, sagte er. „Wir haben die Orber Straße – das wäre die ideale Lösung.“

Sebastian Schugar (CDU) sprach sich für die Pläne aus. „Wir halten es nicht für sinnvoll, auf das Stück zu verzichten“, sagte er. „Den Durchbruch sollten wir auf jeden Fall machen.“ Zilcher schlug vor, den Abschnitt auf den Fuß- und Radverkehr zu beschränken. Andernfalls befürchtet er zusätzlichen Verkehr auf der Wächtersbacher Straße. Schon jetzt gebe es dort Staus, bedingt durch den Kaufland-Markt. „Das wird langsam zum Problem“, sagte Zilcher. Vor allem, weil Fußgänger die Straße ständig kreuzten.

Laster auf der Orber Straße

Vertreter des Stadtplanungsamts hatten den Ortsbeirat am Montag über die Erweiterung der Ernst-Heinkel-Straße informiert. Der Abschnitt bis zur Orber Straße ist im Planfeststellungsverfahren inbegriffen. Die Deutsche Bahn plane, dieses 2018 abzuschließen, sagte András Makovi. Der Abschnitt bis zur Wächtersbacher Straße müsse gesondert verhandelt werden. 2010 hatte der Ortsbeirat 11 dem Durchbruch bis dorthin noch zugestimmt. „Dieser Beschluss müsste rückgängig gemacht werden“, sagte Makovi.

Ein Mitarbeiter der an der Orber Straße ansässigen Firma Westfalia-Eichmann gab zu bedenken, dass zwei Lastwagen auf der Orber Straße nicht aneinander vorbeifahren könnten. Das liege auch daran, dass die Straße bei Veranstaltungen in der Klassikstadt regelmäßig zugeparkt werde.

Er schlug einen Ortstermin an der Straße vor. Stephan Zilcher sagte, man müsse die Orber Straße eben so planen, dass ein Vorbeifahren möglich sei.
In die gleiche Kerbe schlug Grünen-Sprecher Thomas Dorn: „Die Orber Straße muss sowieso ausgebaut werden – damit steht und fällt das gesamte Gewerbegebiet.“

Im Umkreis der neuen S-Bahn-Haltestelle wünschen sich Anwohner Park-and-ride-Plätze. Das Planungsamt betonte, dass Flächen dafür umgebaut werden könnten. Die SPD wollte den Magistrat bitten zu prüfen, ob auf dem Parkdeck des ehemaligen Neckermann-Areals Stellflächen möglich sind. Die Fraktion zog den Antrag zurück, da der Eigentümer laut Sebastian Schugar (CDU) kein Interesse hat.

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