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Offenbacher Kreuz - Obertshausen Verkehr auf A3 soll heute wieder rollen

Ausnahmezustand an einer der meistbefahrenen Strecken Deutschlands: In der Nähe von Offenbach ist die A 3 nach der Sprengung einer Kriegsbombe weiter gesperrt. Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat sich ein persönliches Bild von der Fundstelle gemacht. Wir zeigen, welche Umleitungen Sie nehmen können.

20.08.2014 07:41
Die Instandsetzungsarbeiten beginnen am späten Mittwochvormittag. Foto: dpa

Nach der Sprengung einer Weltkriegsbombe an der stark befahrenen A3 bei Offenbach ist die Autobahn am Mittwoch in Richtung Würzburg weiter gesperrt. Es sei unklar, wie lange die Sperrung noch andauern werde, sagte ein Polizeisprecher. Reisenden empfahl er, auf die Bahn umzusteigen. Die Umleitungsstrecken waren am Morgen «relativ voll», in den Ortschaften rund um Offenbach herrschte dichter Verkehr. Mit Behinderungen sei auf jeden Fall zu rechnen, da der Fernverkehr kaum Ausweichmöglichkeiten habe.

Tarek Al-Wazir begutachtet die Fundstelle

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat sich am Mittag ein persönliches Bild von der Fundstelle einer 500kg Fliegerbombe auf der A3 beim Offenbacher Kreuz gemacht. „Zunächst einmal bin ich erleichtert, dass bei den Bauarbeiten und der anschließenden Sprengung der Bombe niemand verletzt wurde“, so Al-Wazir. Er lobte das professionelle Vorgehen der Mitarbeiter von Hessen Mobilund der Experten des Kampfmittelräumdienstes. „Hier wird deutlich, mit welch hohen Sicherheitsstandards auf unseren Baustellen gearbeitet wird“.

Der britische Blindgänger war am Dienstag neben der Autobahn 3 in der Nähe des Frankfurter Flughafens bei Bauarbeiten gefunden worden und konnte nicht entschärft werden. Die Explosion habe einen rund 20 Meter großen und zwei bis drei Meter tiefen Krater in die Fahrbahndecke gerissen, sagte ein Polizeisprecher. Am Mittwochmorgen begutachteten Experten von Hessen Mobil die Schäden an der Fahrbahn. Im Laufe des Tages werde entschieden, ob und wann die Autobahn in Richtung Würzburg zumindest teilweise wieder für den Verkehr freigegeben werden könne, erklärte ein Sprecher.

Am Flughafen lief der Betrieb am Morgen wieder störungsfrei. Während der kontrollierten Sprengung der Zehn-Zentner-Bombe hatte es am Vorabend rund eine Stunde lang keine Landungen gegeben, berichteten der Flughafenbetreiber Fraport und die Deutsche Flugsicherung (DFS). Auch in der Vorbereitungsphase zur Detonation musste der Betrieb am Airport eingeschränkt werden. Laut Fraport wurden in der Folge 22 Ausnahmegenehmigungen erteilt. Die letzte Maschine sei gegen 23.50 Uhr gestartet, das Nachtflugverbot beginnt eigentlich um 23.00 Uhr.

Verkehr soll am frühen Morgen wieder rollen

Der Verkehr auf der A3 soll nach der Reparatur der Schäden durch die Bombensprengung heute wieder rollen. Bei optimalem Verlauf der Arbeiten werde damit gerechnet, dass die Strecke in Richtung Würzburg bereits am frühen Morgen wieder freigegeben wird, erklärten der Präsident von Hessen Mobil, Burkhard Vieth, und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch. Die Sprengung einer Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hatte auf der A3 bei Offenbach ein riesiges Loch in die Fahrbahn gerissen. Die Strecke ist derzeit vom Offenbacher Kreuz in Richtung Würzburg nicht befahrbar.

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