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Offenbach und Main-Kinzig Viele Verkehrstote - Polizei kündigt Kontrollen an

Die Polizei kündigt als Reaktion auf die höhere Zahl an Verkehrstoten in den Kreisen Offenbach und Main-Kinzig gezielte Motorradkontrollen an.

Motorradfahrer
Die Polizei will künftig mehr Motorradfahrer kontrollieren. Foto: Renate Hoyer

Auf den Straßen in Stadt und Kreis Offenbach sowie im Main-Kinzig-Kreis gab es 2017 zwar weniger Verkehrsunfälle als im Jahr zuvor. Aber es kamen mehr Menschen ums Leben. 17 Tote waren zu beklagen, 2016 waren es 15 gewesen. Hinzu kamen sieben Motorradfahrer, die bei Unfällen starben (2016: sechs Tote). Das Polizeipräsidium Südost-hessen, das die Verkehrsunfallstatistik gestern veröffentlichte, nannte rasantes Fahren als Hauptursache für die tödlich verlaufenden Bikerunfälle. Mit gezielten Kontrollen zwischen dem 22. April und dem 6. Mai sollen Motorradfahrer zur Einhaltung des Tempolimits bewegt werden, 

Laut dem Bericht kam es auf den Straßen der Region 2017 zu insgesamt 14 244 Unfällen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang. In 80 Prozent der Fälle blieb es bei Blechschäden. Die Zahl der Verletzten stieg nach dem Tiefstand im Jahr 2016 um 131 auf 3814 Personen. Schwere Verletzungen erlitten 590 Menschen, das sind 25 mehr als im Jahr zuvor. Den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch die registrierten Verkehrsunfälle entstanden sei, gab die Polizei mit 304 Millionen Euro an.

Knapp 1200 Wildunfälle in der Region bedeuten einen neuen Höchststand. Bei den Kollisionen mit den Wildtieren wurden neun Personen schwer verletzt, 16 Beteiligte erlitten leichte Blessuren. Die Polizei führt die Zunahme der Wildunfälle um knapp sechs Prozent auf die erhöhte Population aufgrund der anhaltend guten Futterbedingungen zurück. Den höchsten Anstieg der Wildunfälle verzeichnete der Main-Kinzig-Kreis, wo die Zahl der Zusammenstöße von Wildtieren mit Autos um rund 15 Prozent zunahm. 

Deutlich gestiegen ist 2017 auch die Zahl der Unfälle, in die Fahrer von Pedelecs verwickelt waren. Wurde 2012 nur ein Unfall mit den Elektrofahrrädern gemeldet, nennt die Statistik für 2017 insgesamt 29 Unfälle. Das sind neun mehr als 2016. Sieben Personen erlitten schwere und 19 leichte Verletzungen. Zwölf Pedelec-Radler waren älter als 65. 

Polizeipräsident Roland Ullmann mahnte die Pedelecfahrer, die Verkehrsregeln zu beachten. Nach seinen Angaben ist die falsche Nutzung der Straße die Hauptursache bei den Unfällen, Damit ist unter anderem das Fahren auf dem Gehweg oder entgegen der Einbahnstraße gemeint. 
Die Prävention steht im Mittelpunkt der gestern gestarteten Verkehrswoche, die landesweit noch bis zum 20. April dauert. Sie rückt trotz rückläufiger Unfallzahlen die Altersgruppe „Junge Fahrer“ in den Fokus. Weitere Themen sind die Rettungsgasse, Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, Geschwindigkeit und das richtige Verhalten nach einem Unfall.

 

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