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Oberursel U3-Trasse zwei Wochen lang gesperrt

Die Gleise rund um den Oberurseler Bahnhof müssen erneuert werden. S-Bahn und Busse dienen als Ersatz; Schüler werden gebeten, mit dem Fahrrad zu kommen.

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Die U3 fährt vom Frankfurter Südbahnhof bis zur Hohemark bei Oberursel. Foto: Rolf Oeser

Kaum ist der Frankfurter S-Bahn-Tunnel wieder freigegeben, kündigen sich für die Oberurseler Pendler bereits neue Unannehmlichkeiten an – jedenfalls für diejenigen, die regelmäßig mit der U3 fahren.

Am kommenden Montag, 13. August, beginnt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mit umfangreichen Instandsetzungsarbeiten an Weichen, Schienen und Überwegen. Dazu muss die Strecke zunächst bis Donnerstag, 23. August, zwischen den Stationen Weißkirchen und Hohemark gesperrt werden. An den weiteren Tagen bis Sonntag, 26. August, wird der U3-Verkehr zwischen Frankfurt-Südbahnhof und Hohemark sogar ganz eingestellt.

Das sei leider nicht anders machbar, bedauert der Technische Geschäftsführer der VGF, Michael Rüffer. Normalerweise hätte man die Arbeiten in die Schulferien gelegt, doch das sei in diesem Jahr wegen der S-Bahn-Tunnel-Sperrung nicht möglich gewesen. Schließlich habe die U-Bahn als Ersatz für die weggefallenen S-Bahn-Verbindungen dienen müssen.

Noch weiter verschieben könne man die Bauarbeiten aber auch nicht, so Rüffer. Es gehe um die notwendige Instandhaltung der U-Bahn-Trasse, die Oberursel mit Frankfurt verbindet. In den beiden Wochen sollen rund um den Oberurseler Bahnhof insgesamt 600 Meter Gleise und zwei Weichen erneuert werden. Dabei werden 1600 Holzschwellen und 160 Tonnen Schienen bewegt. Außerdem will die VGF die Sperrung nutzen, um in Oberursel die Überwege in der Philipp-Reis-Straße und der Freiherr-vom-Stein-Straße zu sanieren. In Niederursel soll parallel dazu eine Überfahrt im Oberurseler Weg erneuert werden.

Die VGF setzt auf der betroffenen Strecke zwar Ersatzbusse ein, die die einzelnen U-Bahn-Stationen anfahren. Allerdings werden sie vor allem in den Stoßzeiten nicht den kompletten Bedarf abdecken können, erwartet Michael Rüffer. Schließlich seien die U-Bahnen zum Teil mit 600 Menschen pro Fahrt gefüllt.

Deswegen empfiehlt er allen, die zwischen Oberursel und Frankfurt unterwegs sind, als Alternative die S-Bahn-Linie 5. Da üblicherweise viele Schülerinnen und Schüler mit der U-Bahn unterwegs sind, begrüßen die Verantwortlichen der VGF das Projekt „Schul-Radeln“ am Gymnasium Oberursel (wir berichteten). Es soll möglichst viele Schüler dazu motivieren, mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen, und richtet sich vor allem an die 237 Fünftklässler, die am heutigen Dienstag offiziell begrüßt werden. Sie würden dabei explizit auf das Projekt hingewiesen, kündigt Schulleiter Volker Räuber an. Bei einem Erfolg des „Schul-Radelns“ brauche die Schule aber dringend zusätzliche Fahrradständer, mahnte der Vorsitzende des Elternbeirats, Klaus Winkler.

Die Arbeiten an der U-Bahn haben auch Auswirkungen für Autofahrer. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wird die Zufahrt zum Bahnhof für sie gesperrt. Der Park+Ride-Platz bleibt über das frühere Raab-Karcher-Gelände von der Nassauer Straße erreichbar, die Zufahrt ist aber ausschließlich von der Feldbergstraße aus möglich. Für Fußgänger wird ein temporärer Weg vom Platz des 17. Juni über die U-Bahn-Gleise angelegt. Radler können weiter über die Frankfurter Landstraße zu den Fahrradabstellplätzen gelangen.

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