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OB-Wahl in Frankfurt „Die Fahrpreise müssen drastisch runter“

Die Grüne Nargess Eskandari-Grünberg will Frankfurter Oberbürgermeisterin werden. Sie sieht in einem RMV-Ticket für einen Euro pro Tag keine Utopie.

Nargess Eskandari-Grünberg will sich am 25. Februar zur Oberbürgermeisterin wählen lassen. Foto: Michael Schick

Knapp drei Monate vor der OB-Wahl geht Nargess Eskandari-Grünberg in die Offensive. Bei der Finanzierung des von ihr geforderten Jahrestickets für 365 Euro nimmt sie das Land in die Pflicht. Außerdem kritisiert sie im FR-Interview das Amt für Kommunikation und Stadtmarketing wegen der vielen Bilder von Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD).

Wenn Sie ins Internet schauen, begegnen Ihnen jeden Tag viele Bilder des Oberbürgermeisters, herausgegeben vom städtischen Amt für Kommunikation und Stadtmarketing. Wie bewerten Sie die Arbeit dieses Amtes? 
Ich nenne es das Propaganda-Amt. Der Oberbürgermeister nutzt es, um mit bunten Bildern eine ganz andere Stadt zu zeichnen als die Stadt, die mir viele Menschen schildern, die ich besuche. Die sehen viele Probleme in Frankfurt. Als Oberbürgermeisterin möchte ich gerne ein Amt haben, das die Sorgen der Menschen ernst nimmt, ein Amt für Bürgerbeteiligung. Und nicht eine Stelle, die nur bunte Bilder produziert. 

Nehmen Sie die Arbeit dieses Amtes für den OB im Wahlkampf als unfair wahr? 
Dieses Amt für Wahlkampf zu nutzen, ist nicht in Ordnung. Die Voraussetzungen im Wahlkampf sind natürlich nicht gleich. Der Oberbürgermeister müsste trennen zwischen seinem Amt und dem Wahlkampf. 

Wenn Sie Oberbürgermeisterin werden, was würde sich dann ändern bei diesem Amt? 
Bei mir wird die Bürgerbeteiligung großgeschrieben werden. Gerade habe ich 60 alte Menschen im Nordend getroffen, und ich kann Ihnen sagen: Die Menschen sind verunsichert. Die hohen Mieten machen ihnen Angst, sie wollen Treffpunkte haben. Dafür würde ich Geld ausgeben, nicht für bunte Bilder des Stadtoberhaupts. Ich möchte gerne ein Netz von Treffpunkten schaffen für alte Menschen. Im ehemaligen Merianbad am Merianplatz könnte ein solcher Treffpunkt entstehen. 

Aber was hat das mit dem Amt für Stadtmarketing zu tun?
Wir brauchen ein unabhängiges Presseamt, das sich um Bürgerbeteiligung kümmert, das den Mitwirkungsprozess der Bürgerinnen und Bürger an der Stadtpolitik organisiert. Es darf nicht von den Weisungen des Oberbürgermeisters abhängen. 

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