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Main-Neckar-Ried-Express Erst nach und nach neue Züge

Die Bahn will mit dem Main-Neckar-Ried-Express Frankfurt und die Rhein-Neckar-Region attraktiver miteinander verbinden. Doch derzeit gibt es noch etliche Baustellen.

Neuer Zug für die Odenwaldbahn
Einige nagelneue Züge sind demnächst unterwegs. Foto: Claus Völker (dpa)

Die Deutsche Bahn plant bessere Zugverbindungen in Richtung Südhessen und Baden-Württemberg. So soll künftig der neue Main-Neckar-Ried-Express die Metropolen Rhein-Main und Rhein-Neckar via Darmstadt beziehungsweise Biblis sowie Heidelberg und Wiesloch-Walldorf miteinander verbinden. Derzeit ist die Strecke allerdings noch im Ausbau; an vielen Abschnitten laufen noch Genehmigungsverfahren, oder es müssen noch Bauarbeiten beendet werden.

Am Bahnhof Neu-Edingen/Friedrichsfeld muss noch die Signaltechnik angepasst werden, um – wie geplant – die Züge nach Heidelberg beziehungsweise Mannheim aufzuteilen. Die Zugteilung soll allerdings erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 erfolgen.

Schon vor drei Jahren wurde der Vertrag mit der Bahn unterzeichnet, doch die schaffte es nicht, die Signaltechnik pünktlich umzubauen. Darüber ärgert sich auch Knut Ringat, der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds.

Die Bahn will auf der Strecke den Komfort für die Fahrgäste erhöhen und neue Doppelstockzüge vom Typ Twindexx Vario des Herstellers Bombardier Transportation einsetzen. Die aerodynamisch optimierten Züge können bis zu 160 Stundenkilometer schnell fahren. Eingesetzt werden die Fahrzeuge in drei- und vierteiliger Ausführung, die in Spitzenzeiten als Doppeltraktion bis zu 806 Sitzplätze bieten können. In den Zügen wird es zudem kostenfreies WLAN, Steckdosen und Informationsmonitore geben.

Bereits zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember werden die ersten neuen Doppelstock-Triebwagen auf der Main-Neckar-Bahn (Regionalbahnlinie 68) zwischen Frankfurt und Heidelberg beziehungsweise Wiesloch-Walldorf den Betrieb aufnehmen. Allerdings wird die Bahn erst zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2018 auf allen Linien des Main-Neckar-Ried-Expresses die neuen Doppelstockwagen einsetzen können. Übergangsweise sollen auf den Regionalexpresslinien 60 und 70 bis zum 29. März zunächst weiter die bisherigen Doppelstockwagen unterwegs sein.

Einige Bauprojekte stehen noch aus

Ab Mannheim verhindern noch zahlreiche Baumaßnahmen den geplanten Betrieb des Main-Neckar-Ried-Expresses. Sowohl die westliche Riedbahn (zwischen Mannheim und Groß-Rohrheim) als auch die östliche (zwischen Mannheim und Biblis) sind derzeit noch nicht komplett fertiggestellt. Einige Bauprojekte konnten noch nicht in Angriff genommen werden – etwa weil zunächst naturschutzrechtliche Fragen geklärt werden müssen.

Die Regionalbahn 67 wird übergangsweise als Pendelverkehr zwischen Neu-Edingen/Friedrichsfeld und dem Mannheimer Hauptbahnhof fahren. Dort werden in der Regel modernisierte Fahrzeuge der Baureihe ET 425 eingesetzt.

Uwe Schuchmann, der Zweite Vorsitzende des Kreisverbands Darmstadt-Dieburg des Verkehrsclubs Deutschland, äußerte gegenüber der Frankfurter Rundschau, die neuen Züge seien zwar ein Fortschritt. Allerdings sei es „rückständig“, dass es die Verkehrsverbünde der beiden Metropolregionen bislang nicht geschafft hätten, dass ein Fahrgast etwa am Darmstädter Schloss eine Fahrkarte ziehen könne, um mit Bus und Bahn zum Schloss nach Heidelberg zu fahren.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Verkehr in Hessen

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