Lade Inhalte...

Linie 11 und 21 Pforzheim-Busse verwirren Fahrgäste

Einige Ersatzbusse der Linien 11 und 21 auf der Mainzer Landstraße sorgen für Enge. Der Grund: Die Ersatzfahrzeuge stammen aus Pforzheim - und dort können Fahrgäste die dritte Bustür nicht von außen öffnen.

Gut zu erkennen: Der Vorsatz, diesmal alles gut auszuschildern. Zur Not mit Klebeband. Foto: Michael Bayer

Viel Geduld brauchen derzeit Fahrgäste, die eigentlich mit der Straßenbahn vom Hauptbahnhof über die Mainzer Landstraße in die westlichen Stadtteile wollen. Wegen der Bauarbeiten an den Schienen fahren für die Linien 11 und 21 Ersatzbusse. Doch die verkehren selten wie geplant.

Die Anzeigetafeln, die die aktuellen Fahrzeiten der Busse nicht kennen, verweisen unermüdlich auf einen "hohen Individualverkehr" als Ursache für die unregelmäßigen Abfahrten. Lange kommen keine Busse, dann wieder viele kurz hintereinander.

Juliane Herzog, Pressesprecherin der für die Ersatzbusse zuständigen Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), bestätigt, dass es zu den Hauptverkehrszeiten aufgrund von Staus im Ersatzverkehr zu Verspätungen beziehungsweise unregelmäßigen Abfahrten kommt. Aber einige der eingesetzten Fahrzeuge tragen ihren eigenen Teil dazu bei, dass es nicht rund läuft. Denn von den drei Türen der weißen Gelenkbusse öffnen sich zum Einsteigen an den Haltestellen nur die vordere und die mittlere. Das hat einen besonderen Grund.

Einige der Busse, die für den Ersatzverkehr eingesetzt werden, kommen aus Pforzheim. "Dort kann die dritte Tür grundsätzlich nur von innen von Fahrgästen geöffnet werden", sagt Herzog. Dies sei in Frankfurt anders: In Frankfurter Bussen könne der Busfahrer die beiden ersten Türen öffnen, die hintere dritte könne dagegen sowohl innen wie außen von Fahrgästen betätigt werden. "Da die Fahrgäste in Frankfurt daran gewöhnt sind, dass sie die dritte Tür von außen öffnen können, werden sie in solchen Fällen durch Zettel informiert", sagt Herzog.

Die nicht von außen zu öffnende dritte Bustür sorgt für Verzögerungen an den Haltstellen. Alle Fahrgäste müssen entweder an der ersten oder zweiten Tür einsteigen, weshalb die meisten vorne oder in der Mitte des Busses stehen bleiben, um später schnell aussteigen zu können. Das hat zur Folge, dass die Eingänge zugestellt sind. Besonders schwierig wird es, wenn Fahrgäste mit Kinderwagen mitwollen. Selbst verzweifelte und zunehmend weniger freundliche Durchsagen der Busfahrer, man möge nach hinten durchrücken, helfen wenig.

Auch fürs Aussteigen bleibt die dritte Tür nicht selten geschlossen, weil Fahrgäste wegen des Zettels, den sie von innen nicht lesen können, annehmen, sie lasse sich nicht von innen per Knopfdruck öffnen.

Den einzigen Trost, den VGF-Sprecherin Herzog Nutzern der Ersatzbusse spenden kann: Nur einige der eingesetzten Busse stammen aus Pforzheim. Die meisten Busse verfügen über eine dritte Tür, die sich von innen und außen öffnen lässt. (mit lad)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen