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Jobrad in Hessen „Auch in Hessen stark“

JobRad-Gründer Ulrich Prediger über sein wachsendes Geschäft mit dem Dienstrad-Leasing.

Ulrich Prediger
Ulrich Prediger vermittelt seit zehn Jahren Diensträder. Foto: Kilian Kreb

Herr Prediger, JobRad gibt es seit zehn Jahren. Mit wie vielen Leasing-Fahrrädern haben Sie angefangen?
Das Konzept war seinerzeit noch ein anderes – es ging bei JobRad zunächst um den dienstlichen Einsatz von Fahrradleasingflotten für Unternehmen. Wir verhandelten damals über zehn bis 20 Räder pro Firmenkunde. Heute gibt es Unternehmen, die bereits in den ersten vier Wochen mehr als 2000 Fahrräder leasen.

Wie funktioniert das Dienstradleasing heute?
Arbeitnehmer suchen sich ein Fahrrad oder E-Bike aus – der Arbeitgeber least das Rad für 36 Monate und überlässt es dem Mitarbeiter zur freien Nutzung. Weil das Dienstrad nach der Ein-Prozent-Regel versteuert wird, spart der Mitarbeiter gegenüber einem Direktkauf deutlich. JobRad plant, das Fahrrad nach Leasing-Ende dem Radler zum Kauf anzubieten. Dieser entscheidet dann, ob er das Rad kauft oder zurückgibt und ein neues Wunschrad auswählt.

Wie war die Entwicklung in den vergangenen Jahren?
Der Markt wächst seit 2012 kontinuierlich. In den letzten drei Jahren konnten wir unser Geschäft verzehnfachen.

Mit wie vielen Unternehmen arbeiten Sie heute zusammen?
Deutschlandweit bieten mehr als 7500 Arbeitgeber JobRad an. Zu unseren Kunden zählen große Konzerne wie Bosch, Deutsche Bahn oder SAP, aber auch viele kleine und mittelständische Unternehmen.

Wo werden Ihre Räder genutzt?
JobRad-Hochburgen sind Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte, zum Beispiel die Metropolen in NRW oder auch Regionen, in denen viele Mittelständler ihren Sitz haben, zum Beispiel Ostwestfalen-Lippe. Auch in Hessen ist Job-Rad stark vertreten.

Wie entwickelt sich der Markt?
Dienstradleasing wird immer bekannter. Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird in vielen Firmen immer wichtiger. Um neue Arbeitskräfte zu gewinnen und langfristig zu halten, ist Job-Rad heute schon in vielen Unternehmen Bestandteil eines Gesamtpakets für Fach- und Führungskräfte. Angesichts möglicher anstehender Fahrverbote in Innenstädten brauchen die Arbeitgeber praktikable Mobilitätsalternativen für ihre Mitarbeiter.

Interview: Johanna Greuter

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