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Hauptbahnhof Frankfurt Aufgang zur Hauptbahnhof-Südseite soll bleiben

Der Ortsbeirat ärgert sich über die Pläne der Bahn, im Zuge des Umbaus am Hauptbahnhof auch den Aufgang zur Südseite zu schließen.

Hauptbahnhof in Frankfurt
Der Bahnhofsvorplatz. Foto: Alex Grimm

Um die – gefühlte – Sicherheit in der B-Ebene zu erhöhen und um Schmuddelflecke zu entfernen, will die Bahn mehrere Auf- und Abgänge zur B-Ebene am Frankfurter Hauptbahnhof schließen, wenn sie ab voraussichtlich 2020 den Hauptbahnhof umbaut. Das betrifft, zum Ärger des Ortsbeirats 1, auch den Aufgang zur Mannheimer Straße und zum Südeingang des Hauptbahnhofs, also auch die Verbindung zu den Buslinien 33, 37, 48 und 64. Das Gremium setzt sich bei Stadt und Bahn erneut dafür ein, den Aufgang zu sanieren und zu öffnen.

Die SPD-Fraktion glaubt, dass der Bereich vor allem deshalb so wenig genutzt wird, weil er so schmuddelig ist. „Der Aufgang ist so schrecklich, dass keiner den nutzen will“, sagt FDP-Frau Katharina Schreiner. Derzeit wird der Aufgang vor allem von Drogenabhängigen benutzt. Wenn nach dem Umbau ein Supermarkt in diesen Bereich der B-Ebene einzieht, erhofft sich Grünen-Fraktionsvorsitzender Andreas Laeuen eine Belebung.

Für die Kinderbeauftragte im Gutleut, Antje Arold-Hahn, liegt die geringe Nutzung auch an den Rolltreppen, die seit Jahren nicht mehr in Betrieb sind. „Vor allem Leute aus der Wurzelsiedlung klagen“, sagt sie. Auch die SPD fordert, die Rolltreppen wieder zu reaktivieren. „Der Weg könnte dann von mehr Menschen genutzt werden, die das heute nicht können, weil sie mit Rollator oder Kinderwagen unterwegs oder gehbehindert sind“, heißt es in dem Antrag.

Der Aufgang dient vor allem denjenigen, die die Busse nutzen und sich zwischen Bushaltestelle, Münchener Straße, B-Ebene oder den Straßenbahnlinien 11 und 12 in der Münchener Straße bewegen. Der Aufgang an der Münchener Straße bleibt geöffnet, die Verbindung zu den Bussen soll nach dem Umbau oberirdisch erfolgen. „Mit drei Ampeln ist das keine Alternative“, sagt Arold-Hahn. Ob es diese Ampelschaltung aber nach dem Umbau noch geben wird, so CDU-Fraktionschef Michael Weber, sei unklar. „Der Umweg wird ohne Aufgang nicht groß sein“, sagt er.

Die Schließung des Aufgangs wurde schon vor einigen Jahren kritisiert. „Wir haben schon bestimmt dreimal für eine Öffnung gestimmt“, sagt Linken-Fraktionschef Kai-Oliver Tiffany, „es ändert sich nichts. Aber wir probieren es gerne wieder.“

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