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Frankfurt-Ostend Ostbahnhof endlich saniert

Der Bahnhof Frankfurt-Ost ist jetzt besser beleuchtet und modernisiert. Für das alte Empfangsgebäude gibt es noch keine Pläne.

05.10.2016 19:28
Rebecca Welsch
Nagelneu: die Treppen zu Gleis 3 und 4. Foto: Christoph Boeckheler

Neue Informationsfenster, modernisierte  Treppen und ein verschönerter Durchgang: Der modernisierte Bahnhof Frankfurt-Ost ist seit dem gestrigen Mittwoch offiziell eröffnet. Lange Zeit war nicht klar, was mit dem Regionalbahnhof geschehen würde, der jahrzehntelang nicht saniert wurde. „Zeitweise hat man befürchtet, dass er zusammenfällt“, sagt der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD).

Und dann kam doch noch der Umbau. Zuvor hatten sich Anwohner jahrelang über das schäbige Äußere beschwert. Nach langer Planung begannen im Juni 2014 die Arbeiten.

Der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), Knut Ringat, nennt sie „eine Investition in die Zukunft und eine Aufwertung des Stadtteils“. Nun sei der Bahnhof so gestaltet, dass er seiner Bedeutung gerecht werde.

Der Ostbahnhof wird täglich von etwa 16 000 Reisenden benutzt. In Zukunft werden wohl noch einige dazukommen, sagt Oesterling. „Er wird durch die neuen Wohnungen und Büros im Ostend und die EZB immer mehr zum Verkehrsknotenpunkt, es wäre ein Fehler gewesen, ihn aufzugeben.“

Bunte Pferde an den Wänden

An der Unterführung und den Treppenaufgängen musste besonders viel gemacht werden. Der Mittelbahnsteig, also die Gleise 3 und 4, wurde komplett erneuert und er bekam ein neues Dach. Insgesamt kostete die Modernisierung vier Millionen Euro, den größten Anteil zahlte die Stadt, die Planung übernahm die Deutsche Bahn.

Die neue Wandverkleidung in der Unterführung hat der Künstler Andreas von Chranowski geschaffen, der auch schon die S-Bahn-Station Ostendstraße neu gestaltet hat. Bunte Pferde an den Wänden sollen den Bahnhof freundlicher erscheinen lassen, ein Graffitischutz an der Wand soll Sprayer davon abhalten, das Werk zu übermalen.

Zudem wurde die Beleuchtung in der Unterführung verbessert: „Es ist uns wichtig, dass sich Reisende auch nachts auf dem Weg zur Bahn sicher fühlen“, erzählt Susanne Kosinsky, die Leiterin des Regionalbereichs Mitte von DB Station und Service.

Im nächsten Schritt, dem zweiten Bauabschnitt, soll der barrierefreie Ausbau der Station folgen, so dass auch Rollstuhlfahrer den Bahnhof problemlos nutzen können. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das nächste Jahr geplant. Mit einem Aufzug soll der Regionalbahnhof mit der Straßenbahn und der U-Bahn-Station der Linie 6 verbunden werden. Dafür werden die Bahngleise Richtung Süden verlängert. In den Ausbau will die Stadt noch einmal drei Millionen Euro investieren.

„Ein Arbeitskreis diskutiert bereits die Kosten- und Nutzenplanung für den Umbau“, sagt Oesterling. Wann der zweite Bauabschnitt dann genau beginnt und beendet wird, ist noch nicht entschieden.

Auch noch nicht klar ist, was mit dem alten Empfangsgebäude des Ostbahnhofs passiert. „Die ersten Vorstellungsrunden mit Bahn und Stadt haben bereits stattgefunden, wir stehen aber noch immer ganz am Anfang“, sagt Frank Stern, der Geschäftsführer von Evoreal. Das Hamburger Bauunternehmen hatte das Gebäude im August erworben. Fest steht auf jeden Fall, dass das alte Gebäude abgerissen werden soll. „Wir haben aber noch keine konkreten Pläne, was die Nutzung angeht“, sagt Stern.

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