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Frankfurt - Darmstadt Massive Störung im Bahnverkehr

4. UpdateDie Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Darmstadt ist am Montag Abend gesperrt - das wirkt sich massiv auf den Regional- und Fernverkehr aus. Die Bahn empfiehlt, über Mainz zu reisen. Inzwischen ist die Störung beseitigt.

Frankfurter Hauptbahnhof
Eine Stellwerkstörung in Neu-Isenburg sorgt für massive Behinderungen im Nahverkehr. Foto: FR

Eine Stellwerkstörung nach einem Blitzeinschlag in Neu-Isenburg nennt die Deutscher Bahn als Ursache für eine Sperrung, die am Montag Abend den Feierabendverkehr massiv behindert hat. Die viel befahrene Strecke zwischen Frankfurt und Darmstadt war für zahlreiche Verbindungen nicht passierbar.

Regionalzüge und S-Bahnen in Richtung Darmstadt, Mannheim, Heidelberg und in den Odenwald fielen aus oder wurden mit starken Verspätungen umgeleitet. Betroffen waren die Linien S3, S4, RE60, RB61, RB67, RB68 und RB82. Fernzüge wurden über die Riedbahn umgeleitet. Damit entfielen sämtliche Halte an der Bergstraße. Die Störung hielt bis in den späten Abend an.

Aus Sicherheitsgründen schalte sich bei einem Blitzeinschlag „alles auf Rot“, erklärte ein Sprecher der Bahn. Fachleute hätten die Steuerung überprüfen und sicher wieder hochfahren müssen. Der folgenschwerste Blitz habe kurz vor 18 Uhr eingeschlagen; weitere etwas früher.

Weiträumige Umleitungen

Die Bahn empfahl weiträumige Ausweichrouten. Wer von Frankfurt nach Darmstadt wollte, sollte zunächst nach Mainz fahren - und dort in die Züge in Richtung Aschaffenburg umsteigen. Eine Reise durch das Rhein-Main-Gebiet, die zwischen eineinhalb und zwei Stunden dauerte. Zum Vergleich: Auf direktem Weg erreichen die Züge Darmstadt in 20 Minuten.

Für Ziele entlang der Bergstraße wie Bensheim und Weinheim galt der Rat, mit den umgeleiteten Fernzügen bis nach Heidelberg zu fahren - und dann wieder nördlich mit dem Gegenzug zu reisen. Auch das war eine sehr zeitaufwendige Lösung.

Andere Strecken waren indirekt betroffen. Der ICE 375 über Mannheim nach Basel beispielsweise konnte zunächst nicht in Frankfurt abfahren, weil der Lokführer nicht eingetroffen war, wie das Personal auf Nachfrage mitteilte. Er arbeitete noch in einem verspäteten Zug nach Frankfurt.

Die Pendler an der Bergstraße sind seit Tagen ohnehin von Störungen geplagt. Der Grund: Es fehlen Fahrzeuge. Das betrifft sowohl die neuen doppelstöckigen Twindexx-Züge als auch die älteren Wagen mit zwei Etagen. Die Rede ist von Extra-Überprüfungen der Fahrzeuge in den Werkstätten. Viele Züge sind daher kürzer als vorgesehen - und entsprechend voll.

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