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Frankfurt - Darmstadt A5 wird zur Versuchsstrecke für Hybrid-Lkw

Hessen bereitet auf der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt den Versuch mit Hybrid-Lastwagen vor.

E-Highway in Schweden
In Schweden gibt es schon ein Stück E-Highway. Foto: Hessen Mobil

Die Firma Siemens wird eine zehn Kilometer lange Oberleitung auf der Autobahn 5 bauen. Diese soll Lastwagen mit Strom versorgen. Wie die Landesbehörde Hessen Mobil am Freitag mitteilte, ist der Auftrag jetzt vergeben. Die Strecke liegt mitten im Rhein-Main-Gebiet, zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim und Weiterstadt. Ende nächsten Jahres soll sie in Betrieb gehen.

Diesen Teil der A5 hatte das Bundesumweltministerium als eine von zwei Versuchsstrecken ausgewählt. Auch in Schleswig-Holstein wird es einen Abschnitt geben, in der die Technik auf ihre Alltagstauglichkeit getestet wird. Auf den Dächern der Hybrid-Fahrzeuge werden sich Sensoren befinden, die erkennen, ob sich über ihnen eine Oberleitung befindet. Falls ja, fährt ein Abnehmer aus. Der versorgt den Elektromotor mit Strom und lädt parallel dazu die Batterie auf.

Für den Stromabnehmer sei ein im Schienenverkehr genutztes System weiterentwickelt worden, teilte die Landesbehörde mit. Der entscheidende Unterschied sei, dass bei Bedarf die Batterie oder der Dieselmotor anspringe. Etwa wenn die Oberleitung endet oder ein anderer Lastwagen überholt wird.

Dank der Hybridtechnik könnten die Fahrzeuge in jeder Situation sowohl elektrisch als auch mit Diesel fahren. Das Herstellen oder Lösen der Verbindung mit der Oberleitung gehe automatisch im fließenden Verkehr. Das Tempo müsse nicht verringert werden.

Der Versuch soll den praktischen Beweis dafür liefern, dass Oberleitungen in den Straßenraum integrierbar seien, sagte Gerd Riegelhuth, Abteilungsleiter Verkehr bei Hessen Mobil. „Die Anlage soll in reale Transportketten eingebunden und die Machbarkeit der klimaneutralen Güterlieferung im urbanen Raum Frankfurt nachgewiesen werden.“ Roland Edel, Technologiechef für Mobilität bei Siemens, stellte heraus, dass damit erstmals eine wirtschaftliche Lösung für einen klimaneutralen Straßengüterverkehr geschaffen werde. Der E-Highway sei im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so effizient. „Das bedeutet nicht nur eine Reduzierung des Energieverbrauchs, sondern auch eine Verringerung der lokalen Luftverschmutzung.“

Die Hessen sind beim E-Highway allerdings nicht die Ersten: In Schweden ging ein Zwei-Kilometer-Abschnitt auf einer Autobahn bei Stockholm im Juni 2016 in Betrieb. 

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