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Förderung für Radschnellwege Flott mit dem Rad zur Arbeit

Weitere Städte sind an Radschnellwegen interessiert. Der Bund fördert die Vorhaben.

Der Bund hat angekündigt, Radschnellwege stärker fördern zu wollen, mit zusätzlichen 25 Millionen Euro in diesem Jahr. „Davon kann auch die Region profitieren“, sagt Birgit Simon, die Erste Beigeordnete des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main. Der Verband treibt die Radschnellwege voran.

Drei Radautobahnen sind derzeit geplant. Sie sollen von Frankfurt nach Darmstadt, Hanau und zum Flughafen führen. Die Region sei prädestiniert für Radschnellwege, so Simon. Mit der dichten Bebauung, den kurzen Distanzen und der hohen Pendlerzahl. Auch Städte im Vordertaunus – Eschborn, Bad Homburg, Oberursel, Steinbach – seien an den schnellen Radverbindungen interessiert. „Ein Gespräch wurde geführt, weitere stehen an“, so Simon.

Der ADFC freut sich über die angekündigten Bundesmittel. „Wir begrüßen die Förderung ausdrücklich“, sagte Bertram Giebeler vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club in Frankfurt. Der ADFC arbeitet mit den Planungsgruppen für Radschnellwege zusammen.

Radschnellwege: Das sind gut ausgebaute Trassen, breit genug zum Überholen, die für sportliche Fahrten etwa mit Pedelecs geeignet sind. Im Idealfall sind sie asphaltiert, beschildert, beleuchtet. Radfahrer haben Vorfahrt und müssen nicht an Kreuzungen warten. Sie sollen vor allem Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. Allerdings geht die Umsetzung nicht von heute auf morgen.

Am weitesten ist die Planung für den Radschnellweg von Frankfurt nach Darmstadt. 2014 wurde die Machbarkeitsstudie erstellt. In Kürze beginne die Umsetzungsplanung, so Simon. Die Parlamente der sieben beteiligten Kommunen müssten noch zustimmen. Der Radschnellweg soll auf 30 Kilometern von Frankfurt-Sachsenhausen aus durch den Stadtwald nach Neu-Isenburg führen und dann weiter nach Dreieich, Langen, Egelsbach, Erzhausen und Darmstadt. Die bevorzugte Trassenvariante führt durch Neu-Isenburg, Dreieich und Langen hindurch, die zweite Variante verläuft an der Bahntrasse entlang. Mit einem Baubeginn in Abschnitten rechnet Simon ab 2018.

Für den Radschnellweg von Frankfurt über Maintal nach Hanau lässt der Regionalverband derzeit eine Machbarkeitsstudie erstellen. Sie soll vor den Sommerferien vorliegen, so Simon. Denkbar ist eine Trassenführung für die rund 20 Kilometer entlang der nordmainischen Bahnschienen oder des Mains.

Noch in den Anfängen steckt der Radschnellweg zwischen Frankfurt und Flughafen über den Stadtteil Gateway Gardens. Dort gebe es hohes Potenzial für Radpendler, so der Regionalverband. Während derzeit ein bis zwei Prozent der Beschäftigten mit dem Rad zur Arbeit fahren würden, könnte es mit einer gut ausgebauten Infrastruktur zehn bis zwölf Prozent werden – also rund 9000 Radfahrer am Tag.

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