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Fahrverbote Umweltzone in Frankfurt verbessern

Die Umweltzone in Frankfurt muss endlich umgestaltet werden - so, wie es das Umweltbundesamt vorschlägt. Für eine lebenswerte Stadt muss Frankfurt außerdem den Nahverkehr ausbauen. Der Kommentar.

Auspuff eines VWs
Dieselfahrzeuge produzieren große Mengen an Stickoxiden. Foto: Julian Stratenschulte (dpa)

Die Luft in Frankfurt muss sauberer werden. Es ist erschreckend, wenn das hessische Umweltministerium feststellt, dass in Frankfurt 116 Straßenabschnitte überbelastet mit Stickstoffoxiden sind. Stickstoffoxide reizen die Atemwege und verengen die Bronchien, was für Asthmatiker ein Problem ist. Hauptverursacher in der Stadt ist der Straßenverkehr.

Dieses Problem lässt sich durch eine Ausweitung der Umweltzone lösen. Die Umweltzone, wie sie 2008 in Frankfurt eingeführt wurde, umfasst zum einen nicht das ganze Stadtgebiet – was der Wirtschaft hilft, aber den Anwohnern schadet. Zum anderen hält sie nur jene Fahrzeuge aus der Stadt heraus, die keine Euro-4-Norm haben.

Es ist aber mittlerweile bekannt, dass auch Fahrzeuge mit Euro-5-Norm zu viel Stickstoffoxide in die Luft blasen. Die Umweltzone muss endlich umgestaltet werden, so, wie es das Umweltbundesamt vorschlägt: mit einer hellblauen Plakette für nachgerüstete Euro-5-Diesel sowie zugelassene Euro-6-Diesel – diese hellblaue Plakette würde auf den meisten Straßen in der Stadt gelten. 

Außerdem bedarf es laut Umweltbundesamt einer zweiten, dunkelblauen Plakette für die Innenstadt und die besonders betroffenen Straßenabschnitte. Diese gälte dann für Diesel der neuesten Euro-6d-Temp-Norm. Diese Norm ist ab September 2019 für Neuzulassungen verpflichtend.

Für eine lebenswerte Stadt muss Frankfurt auch den Nahverkehr ausbauen, mehr Radwege anlegen und den Fußgängern Platz zum Flanieren bieten. Da ist auch ein Fahrverbot – wie am nördlichen Mainufer ab Sommer 2019 – der richtige Weg.

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