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Fahrräder und Feinstaub Einen Gang höher schalten

Eine gute Fahrrad-Politik könnte nicht alle, aber viele Verkehrsprobleme in Hessen lösen - ein Kommentar.

Sommerabend am großen Alpsee
Es braucht langen Atem, um den Radverkehranteil in einer Stadt oder in einer ganzen Region zu erhöhen. Foto: dpa

Es gibt Fahrzeuge, die stoßen keine Schadstoffe aus, brauchen keine Schummelsoftware, und der Bedarf an Parkraum ist im Vergleich zum Auto überschaubar: Eine gute Fahrradpolitik könnte zwar nicht alle, aber viele Verkehrsprobleme in Hessen lösen. Doch davon ist das Land noch meilenweit entfernt. Das Auto ist noch immer mit Abstand das Fortbewegungsmittel Nummer eins.

Es braucht langen Atem, um den Radverkehranteil in einer Stadt oder in einer ganzen Region zu erhöhen. Ein einmal eingeübtes Mobilitätsverhalten brennt sich ein. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Diese Kette zu durchbrechen, ist nicht einfach.

Grüne Welle für Radfahrer 

Aber nicht unmöglich. Ein besser ausgebautes Wegenetz ist ein guter Anfang. Dazu gehört eine gute Beschilderung, ausreichend Platz und zuverlässige Instandhaltung. Der Fahrradfahrer muss den Status eines gleichberechtigten Verkehrsteilnehmers erhalten, noch besser: den eines privilegierten.

Al-Wazir sollte einen Gang höherschalten: Grüne Welle für Radler, breite Schnellradwege, Tempo-30-Zonen, ausreichende und sichere Abstellplätze an den Bahnhöfen. Es gibt noch viel zu tun in Hessen. Die Nahmobilitätsstrategie ist ein erster Schritt. Doch die aktuelle Debatte um Fahrverbote in den Innenstädten zeigt: Es muss viel schneller gehen.

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