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Fahrplanwechsel Linie 14 fährt jetzt ins Gallus

Nach dem Fahrplanwechsel fährt die Linie 14 nicht mehr nach Sachsenhausen, sondern ins Gallus. Es gibt zudem weitere Änderungen im Nahverkehr.

Straßenbahn Linie 14
Gute Laune an der neuen Endhaltestelle: Verkehrsdezernent Klaus Oesterling und das Comedy-Duo ?Die Pagen? am Gustavsburgplatz. Foto: Michael Schick

Zwei Bänke, ein Mülleimer, ein Fahrkartenautomat und ein paar Poller drumherum – mehr braucht es in Frankfurt nicht, um aus einem Stück Straße eine neue Haltestelle zu machen. Eine Endhaltestelle. Die neue Station „Gustavsburgplatz“ ist seit dem Fahrplanwechsel am Sonntag das Ziel der Linie 14. Die Straßenbahn fährt vom Bornheimer Ernst-May-Platz nicht mehr nach Sachsenhausen, sondern über die Altstadt, den Hauptbahnhof und die Mainzer Landstraße ins Gallus. „Das wird andere Straßenbahnenlinien entlasten“, sagt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Vor allem in der Altstadt und auf der Mainzer Landstraße.

Die neuen Wege der Linie 14 sind nicht die einzigen Änderungen zum Fahrplanwechsel. Vier Straßenbahnenlinien, vier U-Bahn- und 15 Buslinien fahren nun auch in den Nächten vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen die ganze Nacht durch. Zudem ist in Frankfurt seit Sonntag die erste gänzlich elektrisch betriebene Buslinie Hessens in Betrieb. Die Linie 75 verbindet Bockenheimer Warte mit Palmengarten und Uni-Campus Westend.

Mit der neuen Route der Linie 14 sollen vor allem die 11 und 21 auf der Mainzer entlastet werden. „Die sind total überfüllt“, sagte Oesterling. Denn im Gallus ist in den vergangenen Jahren viel gebaut worden, 3000 Wohnungen sind entstanden. Und da die 14 an der Galluswarte in die Kleyerstraße abbiegt, werden nun auch Neubaugebiete rund um die Rebstöcker Straße erschlossen. Oesterling ist am Samstag gekommen, um die Jungfernfahrt der 14 durchzuführen, und zeigt am Gustavsburgplatz auf die Neubauten. „Die sind zum Teil noch gar nicht bezogen, aber die Straßenbahn ist jetzt schon da“, sagt er. Sogar Wohnungen seien schon angebunden, die noch gar nicht gebaut sind. Denn auch das ehemalige Avaya-Gelände liegt nahe, auf dem 1500 Wohnungen entstehen sollen. „4000 Menschen werden einen ganz kurzen Zugang zur Straßenbahn haben.“

Neu ist die Strecke über die Kleyerstraße aber nicht. Sie war vor sechs Jahren erst stillgelegt und ist nun reaktiviert worden. Der Gustavsburgplatz soll auch gar nicht Endhaltestelle bleiben. Es werde geprüft, die Bahn bis zur Mönchhofstraße weiterfahren zu lassen, sagte Oesterling.

Im Gallus freut man sich über die neue Strecke. „Da haben sie was Gescheites gemacht. Die Leute kommen besser weg“, sagte Häns’chen Preissl vom Vereinsring. Auch Karola Baier aus Nied ist über die neuen Wege der 14 froh. Sie fährt vor allem mit der Linie 11, „und die wird nun bestimmt leerer. Ab Hauptbahnhof kommt man sich bisher immer vor wie in der Sardinendose“.

Die bisherige Strecke der 14 zur Louisa bleibt weiterhin bestehen, die Linie 18 wird ab Lokalbahnhof dorthin verlängert. Eine neue Haltestelle gibt es auch für die Linien 11, 12 und 14 am Karmeliterkloster: Die Ausstattung ist noch schmaler als am Gustavsburgplatz: eine Bank, kein Fahrkartenautomat. Mit dem Ausbau der Haltestelle wird es ein paar Jahre dauern, die Automaten sollen bald kommen. Aber kostenlos dürfen die Fahrgäste ab Karmeliterkloster solange nicht fahren. „Man muss an der nächsten Haltestelle eine Fahrkarte kaufen“, sagte VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer. „Oder die App für den Fahrkartenkauf benutzen.“

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