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Darmstadt Radfahrerin stirbt nach Zusammenprall mit Sattelzug

1. UpdateErst vor wenigen Tagen war ein Radfahrer bei einem Unfall eine Straße weiter ums Leben gekommen. Die Bismarckstraße in Darmstadt entwickelt sich zu einer Todesstrecke für Radfahrer.

Verkehrsunfall in Darmstadt
An dieser Straßenkreuzung in Darmstadt ist eine Fahrradfahrerin von einem LKW erfasst worden und gestorben. Foto: Jens Joachim

Fünf Tage nach dem Tod eines 68-jährigen Radfahrers ist am Dienstagmorgen – nur eine Parallelstraße entfernt – an der Kreuzung der Bismarckstraße und der Kasinostraße eine Radfahrerin von einem Sattelzug angefahren und getötet worden.

Nach einer Mitteilung der Polizei hatten Zeugen gegen 8.40 Uhr Polizei und Rettungsdienst verständigt. Der 54 Jahre alte Lastwagenfahrer war nach derzeitigem Kenntnisstand auf der Bismarckstraße in Richtung Willy-Brandt-Platz unterwegs. An der Kreuzung zur Kasinostraße wollte der aus Schweinfurt stammende Mann Polizeiangaben zufolge nach rechts abbiegen. Dabei erfasste er die Radfahrerin. Die 38-Jährige wurde dadurch so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. 

Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Polizei sucht zudem Zeugen, die den Unfall beobachtet haben.

Wegen der Sperrung der Kreuzung infolge des Unfalls kam es im Berufsverkehr zu Verkehrsstauungen. Der Fahrer einer Spedition aus dem unterfränkischen Landkreis Kitzingen musste von einem Notfallseelsorger betreut werden. 

Die Mitglieder des Vereins Wegerecht sind der Ansicht, dass der tödliche Fahrradunfall vom vergangenen Donnerstag vermeidbar gewesen wäre. „Es ist noch kein Jahr her, dass die Stadt mitteilte, dass Radfahren in Darmstadt sicher sei. Eine Einschätzung die Wegerecht schon damals nicht teilte“, äußerte der Verein in seiner Mitteilung.

An der Unfallstelle an der Kreuzung der Bismarckstraße und der Grafenstraße hatte es am Freitagabend eine Mahnwache gegeben. Seither erinnert ein angekettetes weißes Fahrrad, ein Kreuz mit der roten Aufschrift „Hanno“ sowie Blumen und Kerzen an den bei dem Unfall getöteten Hanno Hener, dem Regisseur, Leiter und Gründer des Theaters Quarantäne.

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