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Darmstadt 200 Projekte für eine bessere Luft

Der Magistrat beschließt einen Masterplan zur Reduktion der Stickstoffdioxidbelastung. Die Stadt will Fahrverbote verhindern.

Verkehrsbelastung Hügelstraße
Feinstaubmeßstation in der Hügelstraße . Foto: Monika Müller

Mit einem Bündel von Vorhaben will die Stadt in den nächsten Jahren dazu beitragen, dass sich die Stickstoffdioxidkonzentration in der Kommune weiter verringert. Zudem sollen drohende Diesel-Fahrverbote verhindert werden. Der Magistrat hat nun die schrittweise Realisierung eines Plans beschlossen, in dem 200 Vorhaben aufgelistet sind.

Laut der Magistratsvorlage hat sich der        Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid an der Messstation Hügelstraße von 2012 bis 2017 von mehr als 62 Mikrogramm je Kubikmeter auf 52,2 Mikrogramm verringert. Der gültige Jahresmittelwert für das gesundheitsschädliche Reizgas in der Außenluft beträgt 40 Mikrogramm. Für dieses Jahr rechnet Umweltdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) mit einem Jahresmittelwert von 48 Mikrogramm. Der Wert soll bis 2020 auf unter 40 Mikrogramm gedrückt werden.

Der vom Magistrat beschlossene „Green City Plan“, der 624 000 Euro kostete und vom Bund finanziert wurde, umfasst 71 Seiten. Der Plan ist zugleich die Grundlage dafür, dass sich die Stadt um Fördergelder im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017–2020“ für verschiedene Projekte bewerben kann.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) sagte am Donnerstag bei der Vorstellung des Masterplans, primär gehe es um den Schutz der Gesundheit der Menschen in der Stadt. Zudem müssten alle Anstrengungen unternommen werden, um die Luftschadstoffgrenzwerte einzuhalten.

Die Stadt beabsichtigt, bis 2020 den Anteil des öffentlichen Nahverkehrs und des Radverkehrs um sieben bis acht Prozentpunkte auf dann jeweils 25 Prozent zu erhöhen. Erreicht werden soll dies beispielsweise mit dem Bau einer neuen Straßenbahnstrecke zum Campus Lichtwiese der Technischen Universität bis zum Jahr 2021 und mit einem massiven Ausbau der Radwege. Hierfür will die Stadt als Reaktion auf das von Bürgern initiierte Bürgerbegehren in den nächsten vier Jahren 16 Millionen Euro ausgeben.

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