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Baustellen in Hessen Autobahnen als Baustelle

Im Juni geht es wieder los mit diversen Erneuerungen von Straßen in Rhein-Main. Nicht nur Berufspendler sind von den diversen Straßenbauprojekten 2016 betroffen, sondern auch der ein oder andere Taunusausflug kann vor einer Absperrung enden.

Baustelle: Ruhe bewahren und Tempo drosseln. Foto: imago/Steffen Schellhorn

Autofahrer müssen mehr Zeit einplanen: Die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil will ab dem Sommer im Rhein-Main-Gebiet wieder bauen. Größter Brocken: Die Fortsetzung der Fahrbahnerneuerung auf der Autobahn A 3 zwischen Offenbach und Obertshausen von Juni bis Dezember. Vielen ist das Nadelöhr noch gut in Erinnerung. Vor zwei Jahren waren auf der Baustelle innerhalb von dreieinhalb Monaten 167 Unfälle passiert, zwei Menschen starben. Aber auch die Sanierung der A 66 zwischen Eschborn und Frankfurt-Zeilsheim wird für viel Verdruss sorgen. Anders als an der A 3 bleibt die Zahl der Fahrspuren erhalten. Doch die sind schmaler und die Verkehrsführung ändert sich in der Bauphase zwischen Juni und Dezember mehrfach.

Arbeiten auch im Taunus

Nicht nur Berufspendler sind von den diversen Straßenbauprojekten 2016 betroffen, die der Regionalbevollmächtigte Alexander Pilz am Freitag in Dietzenbach präsentierte. Der eine oder andere Taunusausflug könnte jäh vor einer Absperrung enden: Im September und Oktober saniert Hessen Mobil die Zufahrten auf den Feldberg. Erst die eine, danach die andere. Die gute Nachricht für Motorradfahrer: Die sogenannte Applauskurve ist danach wieder glatt wie ein Kinderpopo.

In Frankfurt werden die Arbeiten am Lückenschluss zwischen der A 66 und der Ostumgehung Frankfurt (A 661) weitergehen. Wegen einer Planänderung ist der Baubeginn des Riederwaldtunnels bekanntlich um zwei Jahre auf 2018 verschoben. „Das bedeutet aber keine Unterbrechung des Gesamtvorhabens“, stellte Dezernatsleiter Jürgen Semmler klar. Die Arbeiter hätten in den nächsten Jahren genug zu tun mit Entwässerungskanälen, dem Verlegen neuer Leitungen für Strom, Gas, Wasser, Kommunikation. Parallel dazu bereite die Verwaltung die Planänderung vor. Anfang 2017 könnten die Unterlagen der Öffentlichkeit vorgelegt werden.

Die anspruchsvollste Baustelle in diesem Jahr bleibt für die Spezialisten aber die auf der A 3 bei Offenbach, sagt Pilz. „Sie ist eindeutig das Highlight.“ Mit 120 000 Fahrzeugen pro Tag handele es sich um den „höchstbelasteten Autobahnabschnitt im Rhein-Main-Gebiet“. Wie vor zwei Jahren passt Hessen Mobil auch diesmal die Zahl der Spuren flexibel an die Pendlerströme an. Morgens vier in Richtung Frankfurt, drei in Richtung Köln. Abends umgekehrt. Ein ambitioniertes Vorhaben, das die Staus zwar nicht komplett verhindern, aber den Verkehrsdruck etwas mindern kann.

Zu den Vorfällen von 2014 sagte Pilz: „Es gab keine erhöhten Gesamtunfallzahlen.“ Er betonte auch, dass die Behörde sich streng an alle Regeln gehalten habe. Gleichwohl habe sie aus den Erfahrungen gelernt: Die Spuren in den Baustellen sind breiter, alle 500 Meter gibt es Notfallöffnungen. Und die Polizei engagiert sich mit mobilen Radarmessgeräten und Videoüberwachung, um die größte Gefahr in einer Baustelle einzudämmen: zu schnelles Fahren.

www.mobil.hessen.de

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