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Baustellen in Frankfurt Endspurt unter der Stadt

Ein letztes Mal ist der Frankfurter S-Bahntunnel gesperrt: Sechs Wochen lang werden die Bahnen nicht wie gewohnt fahren können.

Frankfurter S-Bahn-Tunnel
Der Frankfurter S-Bahn-Tunnel Foto: dpa

Am Freitagabend die Bürotür abschließen und am 6. August wieder loslegen mit der Arbeit. Das wäre schön. Doch sechs Wochen Urlaub kann sich kaum jemand leisten. Deshalb wird es wieder hart für all jene, die per S-Bahn über Frankfurt pendeln müssen oder wollen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) versucht die Betroffenen derzeit bereits bei Laune zu halten – mit Gummibärchen und Kuchen. Denn der Tunnel unter der Frankfurter Innenstadt wird wieder gesperrt. Während der gesamten Schulferien bleibt er dicht – vom 23. Juni bis zum 5. August.

Die Stationen Taunusanlage, Hauptwache, Konstablerwache, Ostendstraße und Lokalbahnhof werden in dieser Zeit gar nicht bedient, die Station Mühlberg vom 23. Juni bis 15. Juli. Betroffen sind sämtliche S-Bahnlinien außer der S7, die ohnehin am Hauptbahnhof endet. Die anderen stranden vor dem Tunnel. Die S6 hält nicht an Messe und Galluswarte. 

Gut aufgestellt für die Zukunft

Der 5. August soll der letzte Tag sein in der Reihe von Sperrungen, die Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs in den vergangenen drei Jahren die Reise erschwerten. Anfang August geht das neue Stellwerk endlich in Betrieb, an dem seither jede Nacht und häufiger auch tagsüber gearbeitet wurde. „Wir gehen in den Endspurt“, sagt RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. Nach Abschluss der Bauarbeiten könnten die S-Bahnen auch nachts durchgängig durch den Tunnel fahren. „Nach den Sommerferien ist die Strecke gut aufgestellt für die Zukunft – und die Fahrgäste der S-Bahn profitieren von modernster Technik“, verspricht Gerd-Dietrich Bolte, Leiter der Abteilung Großprojekte bei der Deutschen Bahn. Die Modernisierung soll die Verspätungen verringern.

Was also passiert unten im Tunnel, während die Fahrgäste sich neue Wege per U-Bahn, Tram, Bus oder Leihfahrrad suchen müssen? „Abschließende Prüfungen und Abnahmefahrten für die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks“ werden erledigt, meldet die Bahn. „Rückbau alter Signaltechnik und Demontage nicht mehr benötigter Kabel.“ Wo sonst bis zu 24 Züge die Stunde in jeder Richtung fahren, arbeiteten die Bautrupps rund um die Uhr.

Parallel zur Tunnelsperrung forciert das Unternehmen auch den Ausbau der Main-Weser-Bahn, der diverse Regionalbahnen betrifft. Von daher empfiehlt es sich, vor Fahrtantritt die Onlineauskunft zu Rate zu ziehen.

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