Lade Inhalte...

Bahnverkehr in Südhessen Main-Neckar-Ried-Express rollt

Für Bahnreisende in Südhessen geht die Zeit der umlackierten Silberlinge zu Ende: Zwischen Frankfurt, Darmstadt, Biblis und Mannheim verkehren im Regionalverkehr ausschließlich klimatisierte, doppelstöckige Züge.

Main-Neckar-Ried-Express
Zwischen Frankfurt, Mannheim und Heidelberg glänzen nagelneue doppelstöckige Regionalzüge. Foto: Michael Bayer

Er glänzt auffällig an den Bahnsteigen, und auch innen riecht alles nach neu: Der Main-Neckar-Ried-Express rollt. Die ersten der modernen, doppelstöckigen Züge sind an der Bergstraße unterwegs - als stündliche Regionalbahn 68 zwischen Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg und Wiesloch-Walldorf.

Von Ende März an sollen weitere Twindexx Vario Doppelstockwagen zur Verfügung stehen. Dann können auch alle Reisende und Pendler im Regional-Express 70 auf der Riedbahn zwischen Frankfurt, Riedstadt-Goddelau, Biblis und Mannheim den neuen Komfort genießen. Die RE-Linie 60, die im Zweistundentakt über die Bergstraße nach Mannheim rauscht, soll ebenso zu diesem Termin umgestellt werden.

n-Wagen verschwinden mit dem Winterfahrplan

Schon mit dem aktuellen Fahrplanwechsel geht auf den beiden zentralen Schienenwegen ins südliche Ende von Hessen die Zeit der jahrzehnte-alten umlackierten Silberlinge, von Bahnexperten als n-Wagen bezeichnet, zu Ende. Denn dank der neuen Fahrzeuge genügen die bereits vorhandenen roten Doppelstöcker, um alle Verbindungen abzudecken.

So sehr manche Bahnfreunde die alten Wagen mögen, so sehr litten zuletzt viele Pendler unter ihnen: Immer öfter bremsten technische Mängel die Reisenden aus und verursachten Zugausfälle; vor einigen Wochen fiel auf der Riedbahn sogar der herbeigeschaffte Ersatzzug zum liegen gebliebenen Regionalexpress aus. An Sommertagen wurde es mangels Klimaanlagen fast unerträglich warm; und defekte Toiletten verbreiteten dazu meist ziemlich unangenehme Gerüche.

Die neuen Züge fahren mit Klimatisierung. Sie bestehen aus bis zu zweimal vier Wagen - das sind zwei mehr als bisher. Die 806 Sitzpläte dürften selbst in den Stoßzeiten ausreichen. An Bord gibt es Tische, Steckdosen und WLAN, Ein- und Ausstieg ist ebenerdig möglich. Der Main-Neckar-Ried-Express kommt ohne Lokomotive aus. Die Antriebstechnik ist direkt in den Wagen eingebaut. Details sehen Sie in unserer Fotostrecke.

Das Übergangskonzept für den Main-Neckar-Ried-Express sieht als letzte Stufe vor, vom Winter 2018 an die zweimal vier Wagen in Neu-Edingen/Friedrichsfeld zu teilen. Eine Hälfte fährt weiter über Heidelberg nach Wiesloch-Walldorf, die andere nach Mannheim. Eigentlich sollte das schon jetzt funktionieren - allerdings wurden die nötigen Umbauarbeiten an der Signaltechnik nicht rechtzeitig fertig.

Zusätzliche Verbindungen im Winterfahrplan

Mit dem aktuellen Fahrplanwechsel gibt es einige zusätzliche Verbindungen. Der RE 60 fährt zwischen Frankfurt und Darmstadt nun montags bis samstags im Stundentakt, bis nach Mannheim gibt es jetzt einen durchgehenden Zwei-Stunden-Takt. Die Expresszüge halten seit dieser Woche auch in Zwingenberg.  

Verbesserungen gibt es auch in den Randzeiten. An Sonn- und Feiertagen sind auf der Riedbahn die Züge stündlich unterwegs - und nicht mehr nur alle zwei Stunden. Und von Frankfurt über Darmstadt und an der Bergstraße entlang nach Mannheim verkehren an Wochenenden und vor Feiertagen in zwei zusätzliche Nachtzugpaare; die Abfahrt ist um 2.06 und 4.06 Uhr. So spät - oder früh - kamen Partyfreunde noch nie mit der Bahn zurück nach Südhessen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Main-Neckar-Ried-Express

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen