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Bahnverkehr in Frankfurt Hauptbahnhof wird entflochten

Am Frankfurter Hauptbahnhof bekommen Regionalzüge und ICE getrennte Gleise. Dies soll verhindern, dass sich die Züge gegenseitig behindern.

Hauptbahnhof Frankfurt
Züge müssen am Frankfurter Hauptbahnhof warten. Foto: Imago

Die Deutsche Bahn sortiert den Frankfurter Hauptbahnhof um: Von den Bahnsteigen mit den niedrigen Nummer soll schwerpunktmäßig der Nahverkehr abfahren. Die mit den höheren Nummern bleiben für den Fernverkehr reserviert. Bis diese Entflechtung realisiert ist, wird es noch Jahre dauern. Der für Juni geplante Baubeginn für den so genannten Homburger Damm ist so etwas wie der Startschuss dafür.

Im Moment kommen sich auf dem Gleisvorfeld vor dem Hauptbahnhof immer wieder Züge ins Gehege. ICE müssen warten, weil das Gleis noch besetzt ist, Regionalzüge sowieso. Die Folge sind Verspätungen und Reisezeiten, die nicht so lang sein müssten, wie sie sind. „Frankfurt hat einen der schwierigsten Bahnhöfe der Welt“, sagt Gerd-Dietrich Bolte, Leiter der Großprojekte Mitte bei der DB Netz. Heutzutage würde keiner diesen wichtigsten Knotenpunkt Deutschlands als Sackbahnhof planen.

Die Pläne für einen Komplettumbau sind vor Jahren bereits wieder in der Schublade verschwunden. Statt das große Rad zu drehen, hat sich die Bahn dazu entschlossen, kleinere Brötchen zu backen. Dazu gehören verschiedene Umbauten und Erweiterungen. Eine ist der zweigleisige Ausbau des Homburger Damms im Frankfurter Gutleut, von dem speziell der Regionalverkehr Richtung Nordwesten, etwa nach Limburg, Königstein oder Wiesbaden profitieren werde. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2021 geplant. Dann sollen die dort verkehrenden Züge pünktlicher unterwegs sein.

Der Homburger Damm verbindet die Nordseite des Hauptbahnhofs mit dem Abzweig Mainzer Landstraße Richtung Höchst. Derzeit ist die Strecke eingleisig, ein- und ausfahrende Züge müssen an bestimmten Punkten Züge aus der Gegenrichtung passieren lassen. Lösung des Problems ist ein zusätzliches Streckengleis von 800 Metern. Dies erfordert den Umbau von Gleisen und Weichen, von Abstellanlagen und Umschlagplätze, die Anpassung von Oberleitungen und Beleuchtung. So erklären sich nicht nur die vier Jahre lange Bauzeit sondern auch die veranschlagten Kosten von 131 Millionen Euro.

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