Lade Inhalte...

Bahn Weiter Ärger mit RMV-Automaten

Vor rund einer Woche rügte der Rhein-Main-Verkehrsverbund die schlechte Leistung des Automatendienstleisters Transdev. Was ist seitdem passiert?

RMV
Der Klotz des Anstoßes. Foto: RMV

Freitagmorgen am Bahnhof Walldorf in Mörfelden-Walldorf: Eine fröhliche Kindergartenschar steht brav in Zweiergruppen neben dem Automaten. An der Spitze eine Erzieherin, die für die ganze Bande Fahrkarten ziehen will. „Mist“, ruft sie ihrer Kollegin zu. „Da kann man nur mit Karte zahlen.“ Die ruft zurück: „Daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern.“ 

Wird es wohl, versichert der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Am Freitagnachmittag habe es weitere Gespräche mit dem neuen Automatendienstleister Transdev gegeben, sagt RMV-Sprecherin Vanessa Rehermann. Und der sagt, der Automat in Walldorf sei lediglich eine Ausnahme. „In Einzelfällen kann es noch zu Ausfällen kommen“, teilt das Unternehmen der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mit. „Wir arbeiten weiter an einer Verbesserung der Verfügbarkeit der baren Zahlungsmöglichkeiten.“

Eine Woche ist es jetzt her, dass der RMV die schlechte Leistung von Transdev öffentlich gerügt hatte. Die Ausstattung vieler Automaten mit Papier für Fahrkarten und Wechselgeld sei mangelhaft. Die Hotline nicht erreichbar. Das Berliner Unternehmen hatte die europaweite Ausschreibung für den Betrieb der 638 Automaten an den Stationen für S-Bahn oder Regionalzug gewonnen. Anfang des Jahres begann der Austausch der dunkelblau-roten Kästen der Deutschen Bahn gegen die neuen türkisfarbenen. Als Anfang Juni alle 638 standen, gingen die Probleme mit der Wartung los. Selbst an vielgenutzten Stationen wie am Frankfurter Hauptbahnhof oder Hauptwache konnten Kunden tagelang nicht bar bezahlen.

Nach dem Paukenschlag gelobte Transdev Besserung. Und das sei auch zum Teil schon umgesetzt worden, versichert die Pressestelle. „Wir haben einen umfangreichen Maßnahmenplan mit kurz- und mittelfristigen Lösungen erstellt.“ Es gebe zusätzliches Personal, der für die Geldausstattung zuständige externe Dienstleister werde die Automaten häufiger anfahren. 

Als Grund für den Ausfall der baren Zahlungsfunktion führt Transdev „das Fehlen kleiner Münzen“ an. Konkret geht es um Fünf-Cent-Stücke, die ständig knapp wurden. „Die große Nachfrage an den Automaten war in diesem Umfang nicht absehbar.“ Die Wechselgeldkassetten würden nun angepasst. Anders als von der FR beobachtet sei auch das Zahlen mit Geldscheinen von 50 Euro und größer möglich. 

„Ein Teil der Probleme ist gelöst“, heißt es nun. „Wir versprechen den Kunden des RMV umgehende weitere Verbesserungen in den nächsten Wochen.“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen