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Alleentunnel Frankfurt Freude über das Ende des Alleentunnels

Die Reaktionen auf das endgültige Aus für den Bau des Alleentunnels sind durchweg positiv: CDU und Grüne im Römer sind froh, dass die 30 Jahre alte Baugenehmigung endlich abgewickelt werden kann. Es gibt bereits mehrere Pläne, stattdessen Wohnungen und Grünanlagen zu gestalten.

Auch an der Schäfflestraße wird gegraben. Foto: Peter Jülich

CDU und Grüne im Römer begrüßen den Verzicht auf Alleentunnel, Alleenspange und das Dreieck Seckbach. Das Bundesverkehrsministerium hatte erklärt, das Projekt nicht länger im Bundesverkehrswegeplan zu führen. Die mehr als 30 Jahre alte Baugenehmigung kann nun abgewickelt werden. Die Flächen zwischen Rat-Beil-Straße, Dortelweiler Straße, Seckbacher Landstraße und A 661, die bisher dem Ausbau der Autobahn vorbehalten waren, werden dann für aktuelle städtebauliche Planungen frei. Hier befinden sich unter anderem Kleingärten, die Werkstatt des Grünflächenamts und ein Abenteuerspielplatz.

„Damit ist das Projekt, das noch aus der Zeit der autogerechten Stadt herrührt, endlich vom Tisch“, sagt Wolfgang Siefert, der verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Jetzt gelte es, finanzielle Unterstützung von Bund und Land für die Einhausung und den Bau des Ernst-May-Viertels zu sichern. Dort müsse Wohnbauland für die wachsende Stadt entstehen.

Durchgängiger Grüngürtel geplant

Auch Helmut Heuser, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, lobt die Entscheidung aus Berlin. Nun habe die Stadt den nötigen Handlungsspielraum für „hochwertigen Wohnungsbau“ im geplanten Ernst-May-Viertel und neue Grünflächen auf der mit einem Deckel versehenen A 661 zwischen Seckbacher und Friedberger Landstraße. Zusätzlich zum Lärmschutz hebe die Einhausung die Trennwirkung der A 661 zwischen Seckbach und Bornheim auf. Aus verkehrspolitischer Sicht habe ein Festhalten am Alleentunnel keinen Sinn mehr, da laut Untersuchung von Hessen Mobil nur wenige Tausend Autos den Alleentunnel als Durchgangsstraße genutzt hätten. Mehr als 100.000 Fahrzeuge wären aus dem Tunnel ins Stadtgebiet abgebogen. Die geringe Entlastung für das Frankfurter Straßennetz mache ihm einen Verzicht leichter, sagt Heuser.

Konkrete Pläne, wie das Ernst-May-Viertel aussehen werde, lägen noch nicht vor, sagt Wulfila Walter, Büroleiter im Planungsdezernat. Die Stadt plane jedoch einen durchgängigen Grüngürtel zwischen Seckbach und Bornheim und den Ausbau von Wohnraum entlang der vorhandenen Gebiete, um bis zu 10.000 Wohnungen zu schaffen. Kleingärten, die weichen müssten, würden neue Standorte angeboten. Entlang der stark befahrenen Friedberger Landstraße kann sich die Stadt ein „Innovationsviertel“ vorstellen, in dem „autofreie Zonen“ entstehen könnten. Das alles ist aber noch Zukunftsmusik. Das Ernst-May-Viertel wird wohl erst in zehn Jahren gebaut.

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