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A66/A661 Was auf den Riederwald zurollt

Minister Al-Wazir stellt die neue Verkehrsprognose für die Autobahnen A66/A661 vor. Wie viele Autos werden dort fahren und was kommt auf die Anlieger zu?

Verkehr in Hessen
Autos stehen im Stau. Foto: dpa

Hochspannung herrscht im Riederwald kurz bevor der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) die neue Prognose für den Verkehr auf den Autobahnen präsentiert. Es geht um die Frage, wie viele Autos und Lastwagen im Jahr 2030 geschätzt über die A66 und A661 rollen werden, es geht um die Lebensqualität der Menschen im Frankfurter Osten.

Al-Wazir hatte angekündigt, die Ergebnisse der Verkehrsprognose 2030 und ihre Auswirkungen auf den Lärm und die Belastung der Luft mit Schadstoffen in dem vom Autobahnbau am stärksten betroffenen Riederwald präsentieren zu wollen.

Für die Veranstaltung im Pfarrsaal der Heilig-Geist-Gemeinde sind zwei Tage, jeweils von 19 Uhr bis etwa 22 Uhr, angesetzt. Am ersten Tag steht das Planänderungsverfahren und die Verkehrsprognose im Mittelpunkt. Am zweiten Abend geht es um das Konzept von Hessen Mobil für den Schutz vor Immissionen beim Bau des Riederwaldtunnels. Darüber hinaus sprechen die Behördenvertreter über den Bauablauf in diesem und im nächsten Jahr sowie den Naturschutz. Den Bürgern und Aktivisten solle Zeit für Nachfragen eingeräumt werden, teilte ein Sprecher von Hessen Mobil auf Nachfrage mit.

Der Verkehrsminister war 2014 zuletzt bei einer Veranstaltung zum Tunnel im Riederwald. Damals brodelte die Stimmung. Ihren Unmut äußerten Vertreter von Initiativen nun auch vor der geplanten Veranstaltung am Mittwoch und Donnerstag.

„Wir sind enttäuscht, dass Hessen Mobil  unseren Fragekatalog zur Veranstaltung nicht vorab beantwortet hat“, sagte Rainer Frey, der Sprecher der Bürgerinitiative Riederwald. Die Aktivisten hätten sich nicht angemessen vorbereiten können und müssten nun „erst mal viel notieren und anschließend Fragen formulieren“.

Dringend zu klären sei, wie die Pestalozzischule vor Baulärm geschützt werden könne, ob die Verlegung der U-Bahn in die Nähe von Häusern zusätzlichen Lärm mit sich bringe, ob ein „Krisenstab“ die Bauarbeiten stoppen werde, falls Überschreitungen beim Lärm gemessen würden. Anders als bei der Veranstaltung 2014 will die Bürgerinitiative „dieses Mal Stellung beziehen“, sagte Frey.

Friedhelm Ardelt-Theeck, Sprecher des Aktionsbündnisses unmenschliche Autobahn, will sich ebenfalls zu Wort melden. Er zweifelt die Rechtmäßigkeit des Autobahnausbaus an und will die Klage des Aktionsbündnisses gegen das Projekt auf Grundlage der neuen Verkehrsprognose „aktualisieren“. Sollte der Riederwaldtunnel gebaut werden, befürchtet Ardelt-Theeck eine Überlastung der A661 und einen Rückstau in den Tunnel Riederwald. Der Autobahnausbau dürfe aus Gründen des Lärmschutzes nur mit „einer Einhausung“, also komplett überdacht, verwirklicht werden, sagte er.

Die Bürgerinitiative Riederwald forderte die Bürger auf, an der Veranstaltung teilzunehmen und Fragen zu stellen. Hessen Mobil hat angekündigt, die Präsentationen im Anschluss an die Veranstaltung auf ihrer Internetseite veröffentlichen zu wollen.

Die Info-Veranstaltungen beginnen am Mittwoch, 7. , und Donnerstag, 8. Juni, jeweils um 19 Uhr im Pfarrsaal der Heilig-Geist-Gemeinde, Schäfflestraße 19.

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