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Verkehr an der Friedberger Warte Durch den Kreisel nach Atterberry

Wer sich dem Neubaugebiet New Atterberry nähert, muss eine gute Orientierung haben: Kaum ein Weg ermöglicht den direkten Zugang. Daher drängen Ortspolitiker jetzt auf eine klare Verkehrsführung - am liebsten mit einem Kreisel.Von Boris Schlepper

Wer sich derzeit dem Neubaugebiet New Atterberry nähert, muss eine gute Orientierung haben. Egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto: Kaum ein Weg rund um das östlich der Friedberger Warte liegende Gebiet ermöglicht einen direkten Zugang.

Durch den Umbau der Friedberger Landstraße und den Bau der neuen Straßenbahnlinie 18 wechselt die Verkehrsführung dort häufig. Der zuständige Ortsbeirat 4 hat sich deshalb in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, den Bereich sicherer zu gestalten.

Einem Antrag der Bündnisgrünen folgend soll im Kreuzungsbereich Dortelweiler Straße/Valentin-Senger-Straße möglichst bald der geplante Kreisel gebaut werden - nach dem Willen der Stadtteilpolitiker noch vor dem kommenden Frühjahr. Darüber hinaus soll der derzeit fehlende Bürgersteig wieder hergestellt und ein Zebrastreifen angelegt werden.

Unklare Wege

Momentan sei es für die Anwohner schwierig, sicher die Straßen zu ihrer Siedlung zu überqueren, sagte die stellvertretende Ortsvorsteherin Marlene Riedel (Grüne). Vor allem für Kinder sei es "absolut unklar, wo sie laufen sollen". Im Bereich der Warte müssten die Fußgänger über den Parkplatz vor dem Supermarkt gehen, da es keine anderen Wege gebe: "Das ist die totale Katastrophe dort."

Nach der aktuellen Planung soll der Kreisel an der Dortelweiler Straße von Mitte April bis Mitte Juni kommenden Jahres errichtet werden, sagte der Sprecher der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), Bernd Conrads.

Die VGF betreut das Projekt für die Stadt Frankfurt. Die Baufirmen müssten zunächst prüfen, ob sie die Arbeiten vorziehen könnten. Da der Umbau der Friedberger Landstraße ein Großbauprojekt ist, handele es sich bei dem Bauzeitplan jedoch um eine "sehr sensible Sache", die weitläufig abgestimmt werden müsse, so Conrads. Denkbar sei, dass sich das Vorhaben dadurch verteure.

Straßenverengung gegen Raser

Mehr Sicherheit hat der Ortsbeirat auch für die Valentin-Senger-Straße und den Dietrich-Bonhoeffer-Weg in New Atterberry mehrheitlich gefordert. Das Gremium möchte prüfen lassen, wie auf den Straßen künftig das Rasen verhindert werden kann. Da die Strecken gradlinig sind, werde dort vermehrt schnell gefahren, sagte Marlene Riedel. Denkbar sei es etwa, die Straßen durch Blumenkübel, einen Radweg und Gehwegnasen zu verengen.

Derzeit seien die beiden Straßen noch nicht in der Baulast der Stadt Frankfurt, sagte Christdemokrat Thomas Dürbeck. Deshalb könne die Stadt dort noch nicht eingreifen. Seine Fraktion lehnte den Antrag der Grünen ab.

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