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US-Armee in Wiesbaden Neues Europa-Hauptquartier für US-Armee

Der Umzug des Europa-Hauptquartiers der US-Armee von Heidelberg nach Wiesbaden hat jetzt offiziell begonnen. Von der neuen Kommandozentrale im Stadtteil Erbenheim aus werden rund 30.000 US-Soldaten befehligt.

14.06.2012 13:02
Sergeant Raelyn Meisenbach aus Pittsburgh (Pennsylvania) steht vor dem neuen Europa-Hauptquartier der US-Armee in Wiesbaden-Erbenheim. Foto: dpa

Die US-Army in Europa wird demnächst von Wiesbaden aus kommandiert. Am Donnerstag stellten die Streitkräfte ihr neues Hauptquartier in der hessischen Landeshauptstadt vor. Rund 30.000 in Europa stationierte US-Soldaten erhalten voraussichtlich bereits ab September 2013 von dort aus ihre Befehle.

Neben zusätzlichen Soldaten und zivilen Beschäftigten sollen auch mehrere Transporthubschrauber vom Typ „Black Hawk“ nach Wiesbaden verlegt werden, kündigte der Kommandeur US-Army in Europa, Generalleutnant Mark P. Hertling, am Donnerstag an. Die bisherige Kommandozentrale in Heidelberg werde dann schließen.

„Heute beginnen wir offiziell den Umzug nach Wiesbaden“, sagte Hertling. Mit dem neuen Hauptquartier sei die US-Armee stärker als je zuvor. Die Einheiten der US-Streitkräfte könnten dort schneller und effizienter zusammenarbeiten.

Armee wichtiger Wirtschaftsfaktor

Auch Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) zeigte sich froh über den Ausbau des hessischen Standorts. „Man sieht einfach, dass die Stadt Wiesbaden der amerikanischen Präsenz unheimlich viel zu verdanken hat“, sagt er. Die Armee sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Auch wäre Wiesbaden ohne die Mitsprache der Vereinigten Staaten vermutlich nicht Landeshauptstadt geworden.

Rund 19.000 Armeeangehörige sollen nach dem Umzug aus Heidelberg insgesamt in Wiesbaden arbeiten. Am Donnerstag zogen die ersten Soldaten in die neue US-Wohnsiedlung „Newman Village“ ein. In 320 Ein- und Mehrfamilienhäusern werden künftig rund 1000 Soldaten mit ihren Angehörigen leben. Gleichzeitig erhielt das Militärgelände einen neuen Namen: Der US-Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim, von dem bereits während der Luftbrücke im Jahr 1949 zahlreiche Rosinenbomber in Richtung Berlin starteten, heißt jetzt „Clay Kaserne“. (dpa)

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