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Unfall an der Eschersheimer U-Bahn überfährt Fußgänger

Schon wieder ein tödlicher Unfall auf der Eschersheimer Landstraße. Und schon wieder wurde die U-Bahn-Trasse zum Verhängnis. Ein 39 Jahre alter Mann wird von einem Zug überfahren, als er über die Gleise geht. Von Georg Leppert

Die U-Bahn-Trasse teilt die Eschersheimer Landstraße. Foto: FR/Boeckheler

Schon wieder ein Verkehrstoter auf der Eschersheimer Landstraße: Ein 39 Jahre alter Frankfurter starb am Donnerstagmittag, als er versuchte, zwischen den Stationen Dornbusch und Fritz-Tarnow-Straße die U-Bahnschienen zu überqueren.

Laut Polizeibericht nutzte der Fußgänger gegen 12.50 Uhr den Überweg in Höhe der Carl-Goerdeler-Straße. Wie Zeugen berichteten, ignorierte er die rote Ampel. Offenbar schätzte er die Geschwindigkeit einer Bahn der Linie U1 falsch ein, die in Richtung Ginnheim unterwegs war. Der Zug fuhr den Mann an und schleuderte ihn ins Gleisbett. Ein Rettungswagen brachte ihn mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Dort starb er am Nachmittag. Der U-Bahnfahrer erlitt einen Schock und musste ärztlich versorgt werden.

Während Notärzte am Unfallort um das Leben des Fußgängers kämpften, sperrte die Polizei die Eschersheimer Landstraße in Richtung Norden. Rund um den Dornbusch bildeten sich lange Staus. Die U-Bahnlinien U1, U2 und U3 konnten bis etwa 14.10 Uhr zwischen den Stationen Dornbusch und Hügelstraße nicht fahren. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt setzte als Ersatz 60 Taxis ein.

Diskussion geht weiter

Durch den Unfall dürfte die Diskussion über die Sicherheit auf der Eschersheimer Landstraße wieder an Schärfe gewinnen. In den mehr als 41 Jahren, in denen die U-Bahn auf der Eschersheimer Landstraße fährt, sind bislang 32 Menschen auf den Gleisen gestorben. Im Januar war eine 54 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Sie wollte die Schienen am Lindenbaum überqueren und wurde von einer U-Bahn überfahren.

Die FDP-Fraktion in Römer fordert seit Monaten, die Eschersheimer Landstraße zu untertunneln. Die Bahn unter die Erde zu verlegen, würde einer Expertise zufolge zwischen 300 und 350 Millionen Euro kosten. CDU, Grüne und SPD lehnen den Vorstoß aus Kostengründen ab.

Helmut Heuser (CDU) warf der FDP zuletzt sogar Populismus vor. Die Verkehrspolitiker von CDU und Grünen wollen prüfen lassen, ob mit weiteren Schranken und großen Blinklichtern mehr Sicherheit zu schaffen wäre.

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