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Tourismus in Hessen Größtes Haifischbecken Europas in Planung

Zwei Kommunen streiten sich um Europas größtes Haifischbecken. Pfungstadt in Südhessen könnte das Rennen machen.

16.06.2017 18:12
Haie unter Wasser
Das größte Becken soll mehr als zehn Millionen Liter Wasser fassen. Foto: dpa

Im südhessischen Pfungstadt könnte Europas größtes Haifischbecken entstehen. Die Kommune hat beschlossen, ein 21 000 Quadratmeter großes Grundstück an die Betreibergesellschaft zu verkaufen. Bürgermeister Patrick Koch (SPD) bestätigte am Freitag einen entsprechenden Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg. „Aus meiner Sicht ist damit alles in sehr trockenen Tüchern“, sagte Koch. Zuerst hatte das „Darmstädter Echo“ (Freitag) über den bereits am Dienstagabend gefallenen Beschluss berichtet.

Betreiber von „Shark City“ ist The Seven Seas Aquarium Betriebs GmbH mit Sitz im rheinland-pfälzischen Grünstadt. Geplant ist nach Angaben der Stadtverwaltung Pfungstadt ein Aquarium auf zwei Ebenen mit 36 verschiedenen Hai-Arten im Gewerbegebiet Nord-West. Das größte Becken soll mehr als zehn Millionen Liter fassen und 38 mal 24 mal 12 Meter groß sein; es wäre damit nach Angaben des Magistrats das größte Europas. Nach Angaben der Kommune rechnen die Betreiber mit einer halben Million Besuchern pro Jahr. Die Investitionssumme wird mit 20,5 Millionen Euro angegeben.

Eröffnet werden könnte Ende 2018

Ursprünglich wollten die Betreiber „Shark City“ im baden-württembergische Sinsheim bauen. Das aber könnte bald vom Tisch sein: „In Kürze werden die erforderlichen Anträge auf Baugenehmigung gestellt. Sollte der Bau zeitnah genehmigt werden, würden wir den Standort Pfungstadt einer Präsenz in Sinsheim mittlerweile vorziehen“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Walter am Freitag. „Einer aktuellen Machbarkeitsstudie zufolge bietet Pfungstadt sogar noch mehr Potenzial.“ Eröffnet werden könnte die Anlage Ende 2018.

Die Gemeinde erhofft sich „positive Beifang-Effekte“ für Pfungstadt, wie der Bürgermeister sagte. „Das stärkt die Attraktivität der Kommune.“ 50 bis 60 Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Stadt rechnet mit 550 000 bis 700 000 Euro Gewerbesteuer pro Jahr. Am kommenden Montag (14.30) wollen die Betreibergesellschaft und die Stadt Pfungstadt gemeinsam die Presse über Details informieren. (dpa)

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