Lade Inhalte...

Tochtergesellschaft der Credit Suisse Bank will 60 Meter hohes Bürohaus bauen

Seit zwei Jahren steht das große Bürogebäude, Taunusanlage 8, verlassen da. Jetzt will der Besitzer, eine Tochtergesellschaft der Crédit Suisse, den Altbau abreißen - und ein wuchtiges Hochhaus hinsetzen.

Klar, sachlich: Entwurf des Büros Novotny. Foto: Simulation Büro Novotny

Ein Ort zum Wohnen ist das nicht. Über die Taunusanlage donnert und rauscht der Feierabendverkehr dicht an dicht. Seit zwei Jahren schon steht das große Bürogebäude, Hausnummer 8, verlassen da - und trägt damit zum Leerstand von knapp mehr als zwei Millionen Quadratmeter Büroraum in Frankfurt bei. Jetzt will der Besitzer, eine Tochtergesellschaft der Crédit Suisse, den Altbau abreißen und durch ein wuchtiges Hochhaus von 60 Meter Höhe ersetzen lassen.

Aus einem Wettbewerb, zu dem sechs Architekturbüros eingeladen waren, gingen zwei gleichberechtigte zweite Preisträger hervor: Das Offenbacher Büro des 80-jährigen Fritz Novotny, dessen große Karriere über Jahrzehnte zurückreicht und das Frankfurter Büro von Till Schneider und Michael Schumacher, deren Hauptaufgabe derzeit die Erweiterung des Städels ist. Drei Wochen bleibt beiden Teams zur Überarbeitung, dann wird endgültig entschieden.

Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) hält sich zugute, einen weit höheren Büroturm verhindert zu haben. Ursprünglich hätten die Wünsche der Credit Suisse um ein Hochhaus von 150 Meter Höhe gekreist - das aus Sicht von Schwarz den städtebaulichen Maßstab an der Taunusanlage gesprengt hätte. So bleibt es jetzt bei einer Bruttogeschossfläche von 32000 Quadratmeter auf 17 Etagen. In einer Tiefgarage entstehen nach der Übereinkunft mit der Stadt rund 110 Auto-Stellplätze.

Schwarz persönlich favorisierte den H-förmigen Hochhaus-Kubus, den Architekt Novotny auf einen Sockelbau stellt, konnte sich aber nicht durchsetzen. Schneider und Schumacher entwarfen zwei parallel verlaufende, voll verglaste Hochhaus-Scheiben, die ebenfalls auf einem Sockel stehen. Die unruhigen Glasfronten stießen im Preisgericht auf Bedenken.

Das Grundstück gehörte zu den ersten in Frankfurt, auf denen nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wieder Bürogebäude errichtet wurden. Der älteste Bauteil stammt von Ende der 40er Jahre, danach wurden immer neue Gebäudeteile angestückelt. Auf dem Areal steht auch ein Umspannwerk der Mainova, das für die Stromversorgung der Innenstadt wichtig ist. Es muss umbaut werden, was die Architekten vor nicht unerhebliche Probleme der Statik stellt.

Ausstellung aller sechs Architekturentwürfe ab heute bis zum 16. Juli, Foyer, Taunusanlage 8, jeweils werktags von 16 bis 20 Uhr.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen