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Tiere in Hessen Mit Pseudoskorpionen Bienen retten

Der Kasseler Student Sven Leygraf entwickelt ein Verfahren zum Schutz der Bienen vor der gefährlichen Varroamilbe.

Tiere in Hessen
Bienenvölker sind auch in Hessen von der Varroamilbe bedroht. Foto: dpa

Zwei Jahre nach dem Tod der Bienen stirbt auch die Menschheit. Es muss zwar nicht ganz so dramatisch kommen, wie das Zitat, das Albert Einstein zugeschrieben wird, nahe legt. Aber auch neue Studien gehen davon aus, dass das Bienensterben dazu führt, dass weniger Nahrungsmittel geerntet werden können und damit auch mehr Menschen wegen Hunger und Mangelernährung sterben. Immerhin bestäuben die Tiere rund 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen

Sven Leygraf, Student der Ökologischen Agrarwissenschaften, hat nun ein Verfahren entwickelt, wie die Varroamilbe als einer der größten Feinde der Bienen auf natürliche Weise bekämpft werden kann.

Und das ist durchaus nötig. Seit Jahren beobachten Wissenschaftler weltweit den Rückgang der Bienenpopulationen. Als Ursachen gelten der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, ausgeräumte Landschaften mit Monokulturen und Parasiten wie eben die Varroamilbe. So meldet etwa der Deutsche Imkerbund, dass die Zahl der Bienenvölker seit 1952 von 2,5 Millionen auf heute weniger als eine Million gesunken sei.

Die Pseudobox von Leygraf soll nun helfen. Mit dieser Box lassen sich die Pseudoskorpione einfach züchten. Sie sind die Feinde der Varroamilbe. Mit der Box können sie in die Bienenstöcke integriert werden und so als Wächter der Bienenvölker eingesetzt werden.

Mit seiner Idee hat der Student die Jury des Unikat-Ideenwettbewerbs der Universität Kassel überzeugt und den Ersten Preis gewonnen. Dafür gab es neben viel Anerkennung ein Preisgeld von 1500 Euro. Eingereicht worden waren 47 Ideen.

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