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Wiesbaden/Frankfurt/Main Bouffier: Werden Hass und Hetze gegen Juden nicht hinnehmen

08.11.2018 18:50
Volker Bouffier
Volker Bouffier. Foto: dpa

80 Jahre nach der Pogromnacht in Nazi-Deutschland hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zum Kampf gegen den Antisemitismus aufgerufen. In Hessen dürfe es keinen Platz für Rassismus geben, sagte der Regierungschef am Donnerstag bei einer Gedenkstunde in der Westend-Synagoge Frankfurt. „Hass und Hetze gegen Juden werden wir nicht tatenlos hinnehmen.“

Die Pogromnacht und der Holocaust machten deutlich, „welche schrecklichen und barbarischen Auswirkungen“ der Antisemitismus und die Ausgrenzung von Minderheiten haben können, betonte Bouffier. „So etwas darf sich niemals wiederholen. Das war der Tiefpunkt der Zivilisation.“ Dem wiedererstarkenden Antisemitismus müsse entschieden entgegen getreten werden. Jüdisches Leben müsse sich in Deutschland frei und unbeschwert entfalten können.

Hessen messe der Wertevermittlung und Demokratieerziehung im Unterricht einen hohen Stellenwert bei, betonte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Besonders im Umgang mit antisemitischen Äußerungen bestehe aber vermehrt Handlungsbedarf. Lehrer müssten daher stets wachsam bleiben.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand und misshandelten, verschleppten und ermordeten jüdische Bürger.

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