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Organspende Zahl der Organspender und der gespendeten Organe steigt an

Die Zahl der Organspender und gespendeten Organe ist im vergangenen Jahr in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland entgegen dem Bundestrend angestiegen.

13.01.2018 18:54
Ein Organspendeausweis
Ein Organspendeausweis ist zu sehen. Foto: Caroline Seidel/Archiv

Die Zahl der Organspender und gespendeten Organe ist im vergangenen Jahr in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland entgegen dem Bundestrend angestiegen. Nach vorläufigen Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ging die Spenderrate in der Region Mitte, zu der die drei Bundesländer gehören, um 12 Prozent auf 119 Spender nach oben. Im Vorjahr hatten 106 Menschen ihre Organe gespendet. Die meisten Spender innerhalb der vergangenen zehn Jahre gab es in der Region im Jahr 2010 mit 202.

In Hessen spendeten im vergangenen Jahr 65 Menschen Organe (2016: 56), im Saarland 16 (12) und in Rheinland-Pfalz blieb die Zahl mit 38 Spendern auf dem Stand des Vorjahres. Insgesamt wurden in der Region Mitte 2017 423 Organe gespendet. Im Vorjahr waren es nur 338 gewesen.

In ganz Deutschland hat die Organspende einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach den DSO-Statistiken gab es bundesweit nur 797 Spender, 60 weniger als im Vorjahr. Das ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren, teilte die Stiftung mit. Der Medizinische Vorstand Axel Rahmel nannte die Lage dramatisch. Im vergangenen Jahr starb in Deutschland rund alle drei Tage ein Mensch, weil er nicht rechtzeitig ein passendes Spenderorgan erhielt. Rund 10 000 Patienten stehen im Moment auf einer Warteliste für Nieren, Lebern, Lungen oder Herzen.

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