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Meseberg Finanzminister Scholz: Brauchen starke Deutsche Bank

11.04.2018 16:50
Olaf Scholz (hinten, SPD)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (l, CDU) und Olaf Scholz (SPD). Foto: Bernd von Jutrczenka

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Hoffnung geäußert, dass die Deutsche Bank nach dem Führungswechsel auf einen soliden Kurs kommt. Es sei wichtig zu verstehen, dass „wir global tätige, funktionierende Banken in Deutschland brauchen, die im Wettbewerb mithalten und ihre Stärken entfalten können“, sagte der Vizekanzler am Mittwoch zum Abschluss einer Klausurtagung der neuen Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im brandenburgischen Schloss Meseberg. Natürlich verfolge man das, was dort passiere.

Beim größten deutschen Geldhaus mit fast 100 000 Mitarbeitern ist der bisherige Chef John Cryan nach drei Verlustjahren durch Christian Sewing abgelöst worden. Besonders die Aufstellung der Investmentbank will der bisherige Chef des Privat- und Firmenkundengeschäfts genau unter die Lupe nehmen. Finanzminister Scholz hatte zuletzt mit einer Personalie bei der Aufstellung seines Hauses besonders überrascht.

Der Investmentbanker und Aktienexperte Jörg Kukies (50) wird Staatssekretär für die Themen Europa und Finanzmarkt - und damit auch für den Bankensektor. Er war bisher Co-Deutschlandchef der Investmentbank Goldman Sachs. Dies sorgte für Bedenken, ob Kukies zu sehr die Interessen der Bankenbranche bedienen könnte. Er war Anfang der 1990er Jahre Juso-Chef in Rheinland-Pfalz, dem SPD-Landesverband der designierten Parteivorsitzenden Andrea Nahles. Wie es aus dem Ministerium hieß, sei es ein gutes Zeichen, dass ein Experte aus der Privatwirtschaft bereit ist, in den öffentlichen Sektor zu wechseln.

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