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Frankfurt/Main Anklage nach fast 27 Jahren

Ein Mann bricht bei einer Rentnerin ein. Als diese ihn überrascht, greift er sie an. Die Frau stirbt. Fast 27 Jahre nach ihrem Tod gibt es einen Prozess.

10.08.2018 14:05
Justitia
Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv

Fast 27 Jahre nach dem Raubmord an einer 90 Jahre alten Rentnerin hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Da er zur Tatzeit noch ein Heranwachsender war, muss sich der heute 46 Jahre alte Mann demnächst vor der Jugendstrafkammer des Landgerichts wegen Mordes aus Habgier und zur Verdeckung einer Straftat sowie Raubes mit Todesfolge verantworten, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen.

Die Anklage wirft dem Mann vor, in die Wohnung der Rentnerin im Frankfurter Bahnhofsviertel eingebrochen zu sein. Als er von der Frau überrascht wurde, soll er sie angegriffen haben. Die Frau starb an den Folgen schwerer Verletzungen an Hals und Oberkörper sowie im Gesicht.

Der aus der Türkei stammende Mann, der zu Tatzeit drogenabhängig und 1996 in sein Heimatland abgeschoben worden war, hatte die Aufmerksamkeit der Ermittler viele Jahre nach der Tat auf sich gezogen, als er vor zwei Jahren ein Visum nach Deutschland beantragte. Dabei wurden auch Fingerabdrücke genommen. Da auch am Tatort Fingerabdrücke genommen worden waren, wies der Abgleich der Fingerabdrücke auf den 46-Jährigen hin, der zu diesem Zeitpunkt schon lange geheiratet und eine Familie gegründet hatte. In Deutschland war er seit November 2017 bis zu seiner Festnahme im März auf Arbeitssuche. (dpa)

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