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Terrorverdacht Schnell gehandelt

Der Fall Malik F. ist für die TU Darmstadt inzwischen erledigt.

Malik F., der bis zu seiner Verhaftung in Weiterstadt (Kreis Darmstadt-Dieburg) wohnte, kam im November 2005 nach Deutschland. Seit 2007 war der Syrer an der Technischen Universität Darmstadt (TUD) als Promovend eingeschrieben. Es bestand jedoch kein Beschäftigungsverhältnis.

Nachdem in einem Video seine wohlwollenden Äußerungen über die Terrormiliz Islamische Staat publik geworden waren, entschied der Promotionsausschuss des Fachbereichs Mathematik Anfang Februar 2016, das Promotionsverhältnis mit ihm zu beenden. Damit wurde Malik F. der Weg verbaut, an der TUD einen Doktortitel zu bekommen. 

Gegen diese Entscheidung legte der Syrer keine rechtlichen Schritte ein. Laut TUD-Sprecher Jörg Feuck stand sein islamistisches Bekenntnis „nicht im Einklang mit den Werten der Universität“.

Zudem habe auch keine Vertrauensbasis mehr zwischen der Doktormutter und ihm bestanden. Mit der Beendigung des Promotionsverhältnisses und der Exmatrikulation zum 31. März 2016 habe die TUD „schnell und konsequent gehandelt“. Damit sei der Fall für die Universität erledigt, sagt Feuck. Nach Angaben des TU-Sprechers können sich Studierende an verschiedene Vertrauens- und Servicestellen wenden, wenn sie feststellen, dass sich Kommilitonen oder Familienangehörige radikalisieren. 

Die Studierendenvertretung hat in den vergangenen Jahren Ringvorlesungen und Bildungsveranstaltungen angeboten, um die Studierenden etwa für das Thema islamistischer Terror und Propaganda zu sensibilisieren. 

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