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SV Darmstadt 98 AfD wirft Vereinsführung Politisierung der Fans vor

Darmstädter Parteifunktionäre biedern sich mit der Veröffentlichung von Fotos erst den Lilien Darmstadt an und nun wundern sich die Landessprecher über entschiedene Kritik des Clubs.

Fans
Fans der Lilien. Foto: imago/Jan Huebner

Pikiert hat die Spitze des AfD-Landesverbands auf die Empfehlung des Präsidium von Darmstadt 98 reagiert, Mitglieder der rechtspopulistischen Partei sollten ihre Anhängerschaft zu den Lilien dringend überdenken. In einer Mitteilung werfen die beiden Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann der Vereinsführung vor, Fußballfans „zu politisieren und zu spalten“. Die Vorwürfe gegen die AfD weise man entschieden zurück.

Ein Dorn im Auge ist der AfD offenbar, dass sich der SV Darmstadt 98 schon seit Längerem für die Integration geflüchteter Menschen engagiert sowie rassistischen, fremdenfeindlichen, diskriminierenden und menschenverachtenden Bestrebungen und Verhaltensweisen entschieden entgegentritt.

AfD-Landessprecher Lambrou ist hingegen der Ansicht, dass man „Sport und Politik nicht vermischen“ dürfe. Der Verein tue sich „keinen Gefallen, wenn er auf den Spuren von Eintracht Frankfurt wandelt“, sagte Ko-Sprecher Klaus Herrmann. Sportfans sollten politisch nicht bevormundet und Sport „nicht für politische Zwecke missbraucht werden“.

Nicht erwähnt wird in der Mitteilung, dass wiederholt Darmstädter AfD-Funktionäre die Popularität des Vereins ausnutzen wollten, um mit Foto-Postings auf der Facebookseite ihres Kreisverbands eine Nähe zu den 98ern zu suggerieren, auf die die Vereinsspitze keinen Wert legt. 

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