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Strofhoff International School Dreieich Strothoff versus Kreis: Gutachten ist da

Im Streit um Mehrkosten für die Strofhoff International School scheint der Kreis Offenbach als Vermieter das bessere Ende für sich zu haben.

Der Kreis Offenbach geht davon aus, dass er einen Großteil der Mehrkosten zurückerstattet bekommt, die für die Sonderausstattung der Strothoff International School in Dreieich entstanden sind. Das berichtete Landrat Oliver Quilling (CDU) am Rande einer Pressekonferenz. Vor rund zehn Jahren war das Schulgebäude auf dem Campus des Haus des Lebenslangen Lernens (HLL) nach Wunsch von Hans Strothoff höherwertiger ausgestattet worden. Der Kreis wollte sich die 3,07 Millionen Euro Mehrkosten über eine höhere Miete zurückholen. Es kam zum Rechtsstreit, der bis heute noch nicht beigelegt ist.

Die dunkle Granitsteinfassade oder die Glaswände im Inneren des Gebäudes – das zählte damals beispielsweise zu den Gestaltungswünschen von Hans Strothoff und seiner MHK-Group als Trägerin der Internationalen Schule. Strothoff ging davon aus, dass diese höherwertige Bauausführung zur Grundausstattung der Privatschule gehört, die Untermieterin des Kreises ist. Der Kreis war der Meinung, dass diese Mehrkosten auf die Miete umgelegt werden sollten.

Schon seit Jahren läuft ein Schiedsgerichtsverfahren unter Leitung der pensionierten Bundesrichterin Katharina Deppert. Ein Gutachten wurde beauftragt, das feststellen sollte, was von den drei Millionen Euro Standard ist und was Mehrkosten sind.

Bei einem Gespräch zwischen den Anwälten der beiden Parteien sei das Gutachten nun vorgelegt worden, so der Landrat. „Demnach sollten wir einen Großteil der Mehrkosten zurückerstattet bekommen, und zwar ungefähr 80 Prozent.“ Bei dem Anwaltstermin hätten sich jedoch weitere zu klärende Fragen ergeben.

„Man könnte das Verfahren ganz schnell beenden, indem das Gutachten jetzt auch anerkannt wird“, so der Landrat. Strothoff müsse nicht den vollen Betrag zahlen, sondern nur eine anteilige Summe für den Zeitraum, in dem er das Gebäude auch tatsächlich nutzt. „Das ist schon ein relativ faires Angebot“, meinte Quilling.

Kirk Mangels, Vorstandsmitglied der MHK-Group, wollte sich zu dem Ergebnis des Gutachtens nicht äußern. „Ich möchte in einem laufenden Schiedsverfahren keinen Kommentar abgeben“, sagte er.

Schon 2009 war es zu Querelen gekommen, weil Strothoff erst keine Miete zahlte und behauptete, der damalige Landrat Peter Walter (CDU) habe ihm für die Privatschule zwei Jahre Mietfreiheit zugesagt. In einem Mediationsverfahren wurde der Streit beigelegt, Strothoff zahlte nach.

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