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Steinbach / Frankfurt Private Phorms-Schule expandiert

An der Phorms-Schule mit ihren beiden Standorten sollen künftig 1100 junge Menschen unterrichtet werden. Dafür entsteht nun in Steinbach ein Erweiterungsbau.

Das Hauptgebäude in Steinbach. Bis 2018 soll der Anbau fertig sein. Foto: Renate Hoyer

Es habe bereits einige Anfragen aus Großbritannien gegeben, sagt die kaufmännische Leiterin Gabi Sistig. „Vor allem von Bankern aus London.“ Aber auch ohne den Brexit gibt es ein steigendes Interesse, einen Platz auf dem „Phorms Frankfurt Taunus Campus“ in Steinbach zu ergattern.

Derzeit werden an der bilingualen Privatschule 500 Schülerinnen und Schüler aus 50 Nationen unterrichtet, doch es könnten schon jetzt deutlich mehr sein. Deshalb ist Schulleiter Michael Gehrig froh, dass nun der Spatenstich für einen Anbau erfolgt ist, der die Kapazität auf insgesamt 800 Plätze erhöht. Am zweiten Standort der Schule im Frankfurter Westend expandiert Phorms ebenfalls, dort sollen künftig 340 Grundschüler unterrichtet werden.

Noch mehr sollen es aber nicht werden, bremst der geschäftsführende Direktor der Phorms-Zentrale in Berlin, Carsten Breyde. Das würde die pädagogische Arbeit gefährden. „Wir müssten dann über einen neuen Standort nachdenken.“

Entscheidendes Argument für die meisten Eltern sei die internationale Ausrichtung der Schule, betont Michael Gehrig. „We don’t teach Englisch, we teach in Englisch“, sagt der Schulleiter. So werde der Unterricht in der Grundschule zu 70 Prozent in englischer Sprache gehalten. Zum Ausgleich gebe es dafür sieben Stunden Deutsch.

Dennoch besitzen 75 Prozent der Schüler die deutsche Staatsangehörigkeit. Einige von ihnen hätten aber zuvor mehrere Jahre im Ausland verbracht, weil ihre Eltern dort gearbeitet haben, schildert Gehrig. Was die fremdsprachigen Kinder angeht, verzeichne er speziell aus der indischen Community ein wachsendes Interesse. Ihre Eltern wollten, „dass die Kinder in die deutsche Sprache und Kultur eintauchen, aber das Englische nicht vergessen“.

Wer sein Kind zu Phorms schicken möchte, muss aber auch ein wenig Geld mitbringen. 290 Euro monatlich ist der Mindestbetrag, je nach Einkommen kann das Schulgeld aber auch 1000 Euro betragen. Die Staffelung sorge für „eine größere soziale Vielfalt“, ist der Schulleiter überzeugt. Für die Zukunft gebe es zudem die Überlegung, Stipendien einzurichten.

Den Ausbau in Steinbach lässt sich Phorms fünf Millionen Euro kosten. In dem dreistöckigen Erweiterungsgebäude soll eine große Aula mit 400 Sitzplätzen entstehen, die tagsüber als Mensa genutzt werden kann. Die bisherige Mensa werde dann in Klassenräume umgebaut, kündigt Michael Gehrig an. Der erste Stock des Neubaus ist für die Grundschüler vorgesehen, der zweite Stock für das Gymnasium. Dadurch könne die Schule künftig in der Mittelstufe dreizügig werden, derzeit gibt es in den Stufen fünf bis sieben jeweils zwei Klassen.

Gehrig hofft, dass Schüler und Lehrer die neuen Räume Anfang 2018 beziehen können. Steinbachs Bürgermeister Stefan Naas (FDP) bezeichnete die Schule als „unglaubliche Bereicherung für unseren Ort“. Allerdings habe die Schule auch das „schönste Grundstück“ der Stadt bekommen. Früher befand sich dort das Schwimmbad.

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