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Spielefest in Darmstadt Darmstadt spielt

6000 Besucher aller Altersgruppen sind beim Spielefest Darmstadt spielt dabei. Auch traditionelle Gesellschaftsspiele waren gefragt.

23. Spielefest Darmstadt
Mara-Lou (6), Emma (10), Oliver und Ninja spielen Rhino Hero, ein spektakuläres 3D-Stapelspiel. Foto: Michael Schick

Von 0 bis 99 Jahre, so lautet oft die Altersempfehlung auf der Verpackung von Familienspielen. Das hätte aber auch das Motto der Spielemesse „Darmstadt spielt“ sein können, die am Wochenende zum 23. Mal vom Spielekreis Darmstadt zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend ausgerichtet wurde. Denn ins Darmstadtium kamen über 6000 Spielebegeisterte allen Alters.

Das Kongresszentrum ist mit Stimmengewirr und Würfelklackern gefüllt. An den gut 200 Tischen herrscht dennoch große Konzentration: Hier wird über den nächsten strategischen Zug gegrübelt und eine Karte nach der anderen umgedreht. Die Studentin Lisa Zimmermann ist zum ersten Mal bei „Darmstadt spielt“. Anschluss hat sie gleich gefunden. „Das Spiel hier auf dem Tisch sah spannend aus, da hab ich mich einfach dazu gesetzt“, sagt sie und bekommt dann von den anderen Mitspielern weiter die Regeln erklärt. „Ganz schön kompliziert, aber fangen wir einfach mal an.“ Und schon klackern die Würfel im Becher. „Genau das ist das Schöne am Spielen: Es verbindet. Alter und Herkunft rücken in den Hintergrund“, sagt Michael Blumöhr, Vorsitzender des Spielekreis Darmstadt.

Am Nachbartisch sitzt Familie Schrink aus Weiterstadt, die vor allem gekommen ist, um das Kinderspiel des Jahres namens „Icecool“ zu testen. Und das könnte womöglich in einem Monat unter dem Weihnachtsbaum liegen, verrät die Mutter von Antonia und Jonas. Denn den ausgiebigen Test der Kinder hat das Spiel bestanden.

Zu entdecken sind nicht nur neue Spiele. Auch Klassiker wie „Monopoly“, „Risiko“ oder „Die Siedler von Catan“ gibt es zum Ausleihen gegen Pfand – wie fast 1000 weitere Spiele. „Zu unserem Repertoire gehören ebenso Spiele für kleine Kinder wie auch solche für Kenner und Experten“, erklärt Blumöhr. Letztere sitzen tief in das Spiel versunken bis zu zwei oder drei Stunden lang an den Tischen. Dann kommt das nächste Spiel an die Reihe.

„Ganz bewusst bieten wir keine Rollen- oder digitalen Spiele an, sondern zeigen die große Bandbreite an Gesellschafts- und Brettspielen auf“, sagt Blumöhr, der das Spielefest als Begegnungsfest versteht. „Und sich begegnen, das geht in der Offline-Welt bei sozialen Spielen doch viel besser.“

Der Vater von Antonia und Jonas wühlt kurz vor dem Gehen noch in einer großen Kiste. Darin finden sich unzählige Spielmännchen und Klötzchen in allen erdenklichen Formen und Farben. Das Ersatzteillager quasi. „Uns ist ein Steinchen verloren gegangen und seitdem fristet das unkomplette Spiel ein trauriges Dasein. Aber hier in der Kiste werde ich bestimmt fündig“, sagt Michael Schrink. Der Rest der Familie ist derweil schon mal zum Spieleflohmarkt weitergezogen. Denn „Darmstadt spielt“ ist nicht nur ein Spielfest, sondern auch Spielebörse, -messe und -schule.

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