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Sommernachtsfest in Bad Soden Waffenverbotszone zum Sommernachtsfest

In Bad Soden ist Sommernachtsfest. Die Polizei kontrolliert am Bahnhof und in Zügen. Randale wie beim Weinfest im vergangenen Jahr soll es nicht mehr geben.

Messer
Messer aller Art sind in der Waffenverbotszone verboten. Foto: imago stock&people

Dass der Bad Sodener Bahnhof und Teile der Bahnstrecken, die dort enden, am heutigen Samstag anlässlich des Sommernachtsfestes zur Waffenverbotszone werden, hat Bürgermeister Frank Blasch Mitte der Woche erfahren. „Ich begrüße das“, sagte der Christdemokrat der FR. „Wir haben hier alle ein Interesse daran, dass das Fest im alten Kurpark friedlich abläuft.“

Das Waffenverbot gilt von Samstag, 17 Uhr, bis Sonntag 6 Uhr für das Bahnhofsareal, die Züge der S-Bahnlinie 3 zwischen Eschborn Süd und Sulzbach Nord sowie auf der Strecke der Regionalbahn 11 zwischen Sulzbach und Bad Soden. Schuss- und Schreckschusswaffen dürfen dann nicht mitgeführt werden, auch keine Hieb-, Stoß und Stichwaffen, Reizstoffsprühgeräte, Pyrotechnik und Messer aller Art.

Ausgenommen von diesem Verbot sind Polizeikräfte, der Zoll, die Bundeswehr, die Feuerwehr, Rettungsdienste, Sicherheitsdienste, Gastronomiebetriebe und Handwerker. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert ein Zwangsgeld von 250 Euro.

Als Grund für das Verbot nennt die Polizei in ihrer Pressemitteilung „bundesweite aber auch regionale Ereignisse, bei denen Waffen und vor allem Messer zum Einsatz kamen.“ Auch beim Bad Sodener Sommernachtsfest seien in der Vergangenheit immer wieder „provozierende und aggressive Personen in Erscheinung getreten. Körperliche Auseinandersetzungen hätten nur durch eine starke Präsenz uniformierter Polizeikräfte und Platzverweise verhindert werden können.

Zahlreiche Probleme in der Vergangenheit

Im vergangenen Juni hatte eine Menschenmenge Polizisten beim Darmstädter Schlossgrabenfest angegriffen und 15 Beamte verletzt. 141 Personen wurden damals angezeigt, mehr als 100 vorläufig festgenommen.

Die Stadt Bad Soden war in der Vergangenheit mehrfach in die Schlagzeilen geraten, weil Jugendliche beim Weinfest im Alten Kurpark randaliert hatten. Im Juni 2017 waren Polizisten mit eiern, Steinen und Flaschen beworfen worden, das Gelände unterhalb des H+Hotels musste geräumt werden.

Am heutigen Samstag werden rund 30 000 Besucher beim Sommernachtsfest in Bad Soden erwartet. 200 Stände sind ab 14 Uhr in der Innenstadt und im Alten Kurpark aufgebaut, mehrere Bands machen bis ein Uhr nachts Musik.

Zusammen mit der Polizei und der Feuerwehr habe die Kommune ein Sicherheitskonzept entwickelt, sagte Frank Blasch der FR. Auf dem Festgelände seien viele Polizisten im Einsatz, Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmen überwachten wichtige Punkte. Teile des Alten Kurpark in Richtung H+ Hotel würden gesperrt und abends hell ausgeleuchtet.

Einen Wermutstropfen gibt es: Das Höhenfeuerwerk, das traditionell ab 23 Uhr den Himmel über der Stadt erstrahlen lässt, ist wegen der anhaltenden Trockenheit abgesagt.

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